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Israel bewaffnet WhatsApp und Iraner Morden per Twitter

Israel hat die Messaging-Anwendung WhatsApp bewaffnet, um syrische Offiziere zu terrorisieren, die im Süden des Landes in der Nähe der von Israel besetzten Golanhöhen stationiert sind. Berichten zufolge wurden Nachrichten von einer in Zypern gehosteten Nummer an Mobiltelefone von Offizieren geschickt, die angeblich Verbindungen zur libanesischen Hisbollah haben.
„Die Hisbollah und der Iran nutzen Sie aus, um an der Grenze gegen Israel zu operieren, Sie tragen Verantwortung, und Sie werden sich nicht von unseren Antworten entfernen“, hieß es in der Nachricht.
Dies war nicht das erste Mal, dass Israel direkte Drohungen an syrisches Personal sandte. Zum Beispiel warf Israel am 21. Oktober Flugblätter mit Drohungen an Offiziere des 1. Korps der syrisch-arabischen Armee ab. Drei Wochen später, am 18. November, zerstörte ein israelischer Luftangriff das Büro von Generalmajor Akram Hawija, dem Kommandeur der 7. Division des 1. Division des 1. Korps. Er war einer der Offiziere, die in den israelischen Flugblättern erwähnt werden. Zusätzlich zu den regelmäßigen Bombardierungen gegen Syrien führt Israel aktive psychologische Operationen gegen syrisches Personal und dessen Verbündete im Süden durch. Nach Ansicht der Israelis sollen WhatsApp-Spam, anonyme Flugblätter und Trashposting in sozialen Medien die Hisbollah und den Iran abschrecken und ihre Zusammenarbeit mit Syrien untergraben.
Das Problem ist, dass sich die Hisbollah und der Iran in den letzten Jahren als konsequente Verbündete der Syrer erwiesen haben, die Damaskus aktiv in seinem Kampf gegen von außen unterstützte Terroristen unterstützten. Gleichzeitig unterstützte Israel die Terroristen in Syrien und behauptete gleichzeitig, dass die Welt das Kalifat der ISIS als neue Realität im Nahen Osten akzeptieren sollte und dass der Iran viel schlimmer sei als die ISIS. Einmal im Jahr 2017 räumte der ehemalige israelische Verteidigungsminister Moshe Ya’alon sogar ein, dass sein Land einen offenen Kommunikationskanal mit ISIS hat, über den sich die Terrorgruppe dafür entschuldigte, dass sie versehentlich das Feuer auf israelische Stellungen auf den Golanhöhen eröffnet hatte. Ein weiteres offenes Geheimnis ist, dass der ISIS niemals Angriffe auf israelische militärische oder zivile Ziele durchgeführt hat. Offenbar ist dies nur ein Zufall.
Vor diesem Hintergrund ist eine interessante Frage, wie es den Anschein hatte, dass syrische Offiziere, die in der Nähe der Golanhöhen stationiert sind, immer noch Smartphones, WhatsApp, Facebook und andere verschiedene soziale Medien benutzen. Offenbar hat sich die moderne Kriegsführung so weit entwickelt, dass das neueste Iphone für dramatische Selbstdarstellungen zur unersetzlichen Waffe auf dem Schlachtfeld geworden ist.
Die iranischen Social-Media-Krieger stehen ihren israelischen Kollegen in nichts nach, und am 4. Dezember ermordeten sie ein angebliches „Top-Mitglied des Mossad“, Fahmi Hinawi, in der Nähe von Tel Aviv. So wurde es per Twitter verbreitet. Die oben genannte Person starb, nachdem mindestens 15 Kugeln auf ein Auto abgefeuert wurden, als er an einer roten Ampel anhielt. Israelische Quellen dementieren Behauptungen, Hinawi sei in irgendeiner Weise ein Mossad-Agent gewesen, während iranische Medien, die das Gerücht in Umlauf brachten, keine Beweise zur Untermauerung ihrer Behauptungen lieferten.
Trotzdem riefen iranische Unterstützer in den sozialen Medien sofort Rache für die Ermordung des iranischen Top-Nuklearwissenschaftlers Mohsen Fakhrizadeh Ende November in der Nähe von Teheran aus. In einigen Fällen sieht es so aus, dass es selbst bei einem Meteoriteneinschlag in Israel immer eine Gruppe von Leuten im Internet geben wird, die bereit wären, dies einen iranischen Vergeltungsschlag oder, wenn sie Anhänger Israels sind, den Akt einer iranischen Aggression zu nennen.
Insbesondere findet die US-Regierung regelmäßig iranische oder zumindest Hisbollah-Spuren in Regionen und Ländern, in denen sie mit einigen Schwierigkeiten konfrontiert ist, wie Venezuela, Irak und Jemen. Gegenwärtig sind die Mainstream-Medien und US-Beamte zutiefst besorgt über iranische Tanker, die nach Venezuela fahren. In einem beispiellosen „Akt der Aggression“ sollen 10 Tanker angeblich Treibstoff in das Land liefern und den Export venezolanischen Öls unterstützen. Die Demokratie ist in Gefahr!