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Israel das zwischenzeitlich seine Bevölkerung die dritte Impfung verabreicht, erwägt nun weitere und strengere Maßnahmen
Miriam Alster/FLASH90

Israel das zwischenzeitlich seine Bevölkerung die dritte Impfung verabreicht, erwägt nun weitere und strengere Maßnahmen

Da die Zahl der Neuinfektionen weiter ansteigt, tritt das Coronavirus-Kabinett am Dienstag zusammen, um über neue mögliche Beschränkungen zu beraten.

Das israelische „Coronavirus-Kabinett“ wird am Dienstagabend zusammentreten, um über neue Beschränkungen für öffentliche Aktivitäten zu beraten, mit denen die Verbreitung der Delta-Variante des Coronavirus eingedämmt werden soll.

Da die Zahl der neu diagnostizierten COVID-Fälle von 2121 am Sonntag auf die am Montag auf 3161 Fälle angestiegen sind, hat das Gesundheitsministerium mit der Ausarbeitung von Empfehlungen für das Coronavirus-Kabinett begonnen, die eine Reihe von Änderungen vorsehen, von denen sich die Gesundheitsbehörden erhoffen, dass sie die Ausbreitung des Virus eindämmen und gleichzeitig umfassendere Beschränkungen vermeiden können.

Premierminister Naftali Bennett traf sich am Montag mit Beamten des Gesundheitsministeriums, um einige der möglichen Änderungen zu erörtern, die dem Coronavirus-Kabinett am Dienstag zur Beratung vorgelegt werden sollen.

Dabei geht es vor allem um einen Plan zur Ausweitung des „grünen Passes“, der den Zutritt zu bestimmten Veranstaltungen und Veranstaltungsorten auf Geimpfte, genesene COVID-Patienten und Personen mit kürzlich negativem COVID-Test beschränkt.

Eine Option wäre die Einbeziehung von Veranstaltungen mit weniger als 100 Teilnehmern in das System der „grünen Karten“. Kinder unter 12 Jahren wären weiterhin zugelassen, wenn sie einen negativen COVID-Test haben.

Eine weitere mögliche Einschränkung, die in Erwägung gezogen wird, ist die Ausweitung der „roten Liste“ von Ländern, in die Israelis aufgrund ihrer hohen Infektionsraten nicht reisen dürfen.

Das Coronavirus-Kabinett wird voraussichtlich auch über die Möglichkeit beraten, den Kreis der Personen zu erweitern, die eine dritte Dosis des COVID-Impfstoffs erhalten können. Während Israel am vergangenen Freitag damit begonnen hat, Menschen über 60 Jahren eine dritte Dosis zu verabreichen, erwägen Beamte des Gesundheitsministeriums nun, die dritte Dosis auch anderen Israelis in Hochrisikogruppen anzubieten, selbst wenn sie unter 60 Jahre alt sind, das Alter für die dritte Dosis auf 50 Jahre herabzusetzen und die dritte Dosis in psychiatrischen Einrichtungen anzubieten.

Darüber hinaus drängt das COVID-Beratungsgremium der Regierung das Coronavirus-Kabinett dazu, die Durchsetzung der landesweiten Vorschriften für Innenraummasken zu verschärfen.