Unabhängige Analysen und Informationen zu Geopolitik, Wirtschaft, Gesundheit, Technologie

sraels Premier Benjamin Netanjahu präsentiert einen jener Pager, die 2024 zu Tausenden im Libanon explodierten (New York, 24.9.2026) (Foto: Lev Radin/EPA)

Wenn Technologieunternehmen Krieg führen

Karin Leukefeld

Der September ist im Libanon zu Ende gegangen. Er ist zu einem Monat des Gedenkens und der Trauer geworden. Es ist ein schwieriger Monat für die Bevölkerung im Zedernstaat.

Neben den anhaltenden Angriffen im Süden des Landes, wo die israelische Besatzungsarmee Häuser, Felder, Obst- und Olivenhaine verwüstet und nach Angaben von Kriegsminister Israel Katz mehr als 60.000 Wohnhäuser dem Erdboden gleichgemacht hat, wurde der Tausenden Opfer gedacht, die bei israelischen Angriffen seit September 2024 getötet oder verletzt wurden. Man erinnerte an die Opfer der »Pager-Angriffe« am 17. Und 18. September 2024, man erinnerte an die Ermordung der Führung der Hisbollah, darunter auch der langjährige Generalsekretär Hassan Nasrallah und sein Cousin und Stellvertreter Hashim Saffiedim. Man erinnerte an die vielen Kinder, die bei israelischen Angriffen getötet wurden.

Allein im September 2024 wurden 178 Kinder getötet, 85 von ihnen wurden am 23. an einem einzigen Tag getötet. Im Zeitraum von Oktober 2023 bis September 2026 dokumentierte das libanesische Gesundheitsministerium den Tod von mindestens 775 Kindern. Berichten zufolge verloren mehr als 145 Familien