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Exklusiv: Der Iran – eine zusammengerollte Kobra, bereit zum Angriff

Von Pepe Escobar

Der Iran und Pakistan arbeiten intensiv am Aufbau einer postamerikanischen Finanzordnung an der Schnittstelle zwischen Westasien und Südasien.

Kommen wir gleich zum Kern der Sache: Nach sorgfältiger Analyse der Lage ist die politische und militärische Führung in Teheran bereits zu dem Schluss gekommen, dass ein gemeinsamer Angriff der USA und Israels, dessen Planung in rasendem Tempo voranschreitet, unvermeidlich ist.

Daher hat sie sich nun wie eine zusammengerollte Kobra positioniert, bereit, beim ersten Anzeichen einer drohenden Gefahr durch das Epstein-Syndikat zuzuschlagen und tödliches Gift zu injizieren – ohne auch nur auf einen tatsächlichen Angriff zu warten.

Die bereits skizzierte Präventivaktion wird verheerende Auswirkungen haben, sich über die US-Stützpunkte in Westasien hinaus auf andere regionale Ziele erstrecken und möglicherweise auch die Energieinfrastruktur am Golf sowie Unterseekabel einschließen (was in diesem Fall vor allem den Golf und Indien betreffen würde, weitaus stärker als die USA und Europa).

Wir befinden uns in einer Situation klarer und unmittelbarer Gefahr: Eine als Druckmittel gedachte militärische Aktion der USA und Israels wird in Teheran mit Sicherheit als Beginn eines Angriffs interpretiert werden.

Der Druck des Todeskults bzw. Trumps in Richtung Krieg stößt nun also auf eine gefährlich niedrige iranische Schwelle. Die Angriffsoptionen des Pentagons reichen von iranischen Nuklearanlagen bis hin zur Energieinfrastruktur.

Es versteht sich von selbst, dass der Soziopath an der Spitze – der angesichts des bevorstehenden Debakels bei den Zwischenwahlen bereits völlig ausflippt – eine leichte Beute für die mächtige kriegsbefürwortende zionistische Lobby und deren Geldgeber ist. Die größte strategische Gefahr besteht daher darin, dass dieser ununterbrochene Druck ein Signal aussenden könnte, das Teheran als unmittelbar bevorstehenden Angriff interpretiert, selbst wenn Washington öffentlich beteuert, dass vor den Zwischenwahlen kein Angriff stattfinden wird.

Der Jemen hebt das Ganze auf die nächste Stufe

Parallel dazu bestätigen privilegierte Quellen in Islamabad einen erfolgreichen pakistanischen Raketentest mit Mach 7 und einer Reichweite von mehreren tausend Kilometern. Diese neue Fähigkeit hat alles, was nötig ist, um das Kräfteverhältnis in Westasien wesentlich zu verändern, Pakistans Abschreckungsreichweite zu stärken und seinen Einfluss auf alle regionalen Sicherheitsberechnungen zu vergrößern sowie Pakistans sich vertiefende Verflechtung mit China, dem Iran und den Ölmonarchien am Golf zu fördern.

Und nun zu einer weiteren Exklusivmeldung: Angehörige des israelischen Militärgeheimdienstes, darunter ein Generalmajor, haben Riad verlassen, nachdem MbS in einem angeblichen Moment der Klarheit „Nein“ zum Angebot der „Unterstützung“ durch den Todeskult gesagt hatte. Dennoch bleiben mehr als 100 CENTCOM-Mitarbeiter vor Ort.

MbS’ Entscheidung könnte ihm von der Türkei und Pakistan aufgezwungen worden sein – den beiden anderen Unterzeichnern des Mekka-Verteidigungsbündnisses, die sich plötzlich Seite an Seite mit Agenten des Todeskults im selben Kriegsraum in Riad wiederfanden.

Nun mag ihre Abreise zwar ein Eskalationsrisiko beseitigt haben, doch die US-Agenten sind weiterhin gefährdet: Jeder Angriff, woher er auch kommen mag, der US-Opfer fordert, wird Washington sofort in den Krieg zwischen Saudi-Arabien und Ansarallah hineinziehen.

Der Krieg zwischen Saudi-Arabien und Ansarallah erreicht tatsächlich die nächste Stufe – die der Instabilität. Die brisante Mischung aus dem Abfangen einer Marschflugrakete über der Provinz Medina, dem Abfangen von Drohnen an anderen Orten in Saudi-Arabien und den Raketenangriffen der jemenitischen Streitkräfte auf den Präsidentenkomplex der Marionettenregierung in Aden ist erst der Anfang.

Was geschah, nachdem Ansarallah Najran ins Visier genommen hatte – eine der südlichen saudischen Provinzen, die 1934 von den Briten dem Jemen geraubt wurden –, ist absolut verblüffend.

Ein saudischer Sprecher beschuldigte Ansarallah, eine Marschflugrakete auf Medina abgefeuert zu haben. Die Antwort des legendären Sprechers der jemenitischen Streitkräfte, General Yahya Saree, war vernichtend: „Wir haben heute keine militärische Operation gegen saudisches Territorium durchgeführt. Daher ist die Behauptung des saudischen Feindes, Medina sei angegriffen worden, eine reine Erfindung und eine schwerwiegende Lüge.“

Übersetzung: Der Jemen greift eine seiner ehemaligen Provinzen an; die Saudis greifen zu totalen Fake News und erfinden einen Angriff auf eine der beiden heiligen Moscheen – zweifellos als Vorbereitung für eine False-Flag-Aktion; daraufhin bestreitet der Jemen umgehend, irgendein (Hervorhebung von mir) saudisches Gebiet angegriffen zu haben.

Das bedeutet, dass Sanaa auf subtile Weise – für jedermann verständlich – erklärt, dass es keine ausländischen (Hervorhebung von mir) Operationen mehr in den drei Provinzen Jizan, Najran und Asir durchführt. Es bereitet bereits – psychologisch und operativ – den Boden dafür vor, sein gestohlenes Territorium zurückzuerobern.

All das fügt sich zu dieser prägnanten im Jemen verfassten Analyse der Dekonstruktion des protzigen Hauses Saud zusammen:

„ Der Jemen zerstört die überaus zerbrechlichen Säulen der Nicht-Öl-Wirtschaft, auf die die Wüstenpiraten all ihre Hoffnungen gesetzt haben: Image, (ausländische Direktinvestitionen), Realitätsflucht sowie Straffreiheit und Unverwundbarkeit gegenüber Terrorismus aus dem Ausland.“

Wie Pakistan und der Iran den IWF umgehen

Beachten Sie nun etwas ziemlich Erstaunliches, das Mitte der Woche in Bangkok während des jährlichen Treffens von IWF und Weltbank geschah – das von thailändischen Straßenprotesten gebührend begleitet wurde.

Der Chef der iranischen Zentralbank, Abdolnaser Hemmati, traf sich am Rande des wichtigsten jährlichen Rituals zu Ehren des US-Dollars mit dem Chef der pakistanischen Zentralbank, Jameel Ahmad.

Pakistan steht unter dem harten Druck der Strukturanpassungsmaßnahmen des IWF und der Weltbank – und wird obendrein mit US-Sanktionen bedroht, weil es Handel mit dem Iran betreibt.

Dass Pakistan und der Iran also de facto mitten in der Höhle des Löwen – dem Tempel des US-Dollars – über die Entdollarisierung diskutieren, ist von unschätzbarem Wert.

Die Infrastruktur ist seit 2023 vorhanden – über ein Währungsswap-Abkommen, bei dem der Rial und die Rupie anstelle des US-Dollars zum Einsatz kommen. Der Tauschhandel wird von beiden Zentralbanken verwaltet, und die Bankgeschäfte laufen über die Bank Melli im Iran und die Bank Mellat in Pakistan. Ihre Grenzmärkte – mindestens sechs davon – boomen: physische Handelsrouten, die den US-Dollar vollständig umgehen.

Was sie Anfang dieser Woche in Bangkok besprachen, war, wie man das Ganze ausweiten könnte: Die US-Sekundärsanktionen sind ihnen völlig egal. Vor allem, weil Teheran Islamabad das bietet, was das amerikanische System einfach nicht bieten kann: Souveränität, keinen Regimewechsel, keine Sparmaßnahmen, keine Belehrungen und vor allem keine Strukturanpassungen.

Ganz zu schweigen davon, dass Pakistan dringend iranisches Gas – und die von China ermöglichten Handelsrouten der Neuen Seidenstraße – benötigt.

Der Iran hat eine ganze Wirtschaft aufgebaut, die den IWF vollständig umgeht – und in der Lage ist, eine Flut von Sanktionen, eine Blockade und einen Krieg zu überstehen.

Nun sind der Iran und Pakistan intensiv damit beschäftigt, eine postamerikanische Finanzordnung an der Schnittstelle zwischen Westasien und Südasien aufzubauen – komplett mit Währungsswaps, Tauschhandel, boomenden Grenzmärkten und geeigneten Bankkanälen, die Sekundärsanktionen ad absurdum führen.

Übrigens geschieht dies gerade in dem Moment, in dem ein riesiger iranischer Zug, beladen mit Rohöl – und der erste von vielen –, bereit ist, über Zentralasien auf der von China gebauten Eisenbahnstrecke der Neuen Seidenstraße nach … China abzufahren.

Die zusammengerollte Kobra mag zum Schlag bereit sein. Doch die Kobra liebt seit jeher auch das Geschäftemachen.