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Armeechef fordert Politiker auf, ein „offenes Gespräch“ mit der Öffentlichkeit zu führen, um sich auf einen Krieg vorzubereiten

Der britische Armeechef Roly Walker stellt die Bevölkerung auf mögliche Opfer zugunsten von Verteidigung und Sicherheit ein. Zugleich ist eine von der Politik versprochene nationale Debatte über Verteidigung nach Angaben von Sky News bislang nicht in Gang gekommen. Walkers Forderung nach Zustimmung trifft damit auf eine Regierung, die ihre angekündigte öffentliche Kommunikation noch schuldet.

Bei einem Besuch in der Garnison Catterick sagte General Sir Roly Walker vor rund 700 Soldaten, politische Führungskräfte würden «sehr bald» offen mit der Bevölkerung darüber sprechen, was vor sich gehe und wo Risiken lägen. Die Bürger müssten Einschnitte zugunsten von Verteidigung und Sicherheit akzeptieren und selbst einen Beitrag leisten, sagte er. Welche konkreten Opfer oder Massnahmen gemeint sind, führte Walker in den wiedergegebenen Äusserungen nicht aus.

Seine Botschaft verbindet zwei Anliegen: Die Bevölkerung soll die Arbeit der Streitkräfte verstehen und ihnen den Rückhalt geben, den sie für den Kampf gegen einen Gegner benötigen. Walker sagte, die Bürger müssten zustimmen, damit das Militär seine Aufgabe erfüllen könne. Das ist ein Plädoyer für gesellschaftliche Zustimmung zu einer stärkeren Priorisierung von Verteidigung – noch keine Beschreibung konkreter Beschlüsse oder Verpflichtungen für Einzelne.

Die politische Vorgeschichte wirft Fragen zum Zeitpunkt der angekündigten Gespräche auf. Sky News zufolge hatte Premierminister Keir Starmer vor mehr als 18 Monaten eine nationale Debatte über Verteidigung zugesagt. Andy Burnham habe dieses Versprechen übernommen. Gespräche hätten zwar in Verteidigungs- und Sicherheitskreisen stattgefunden, darunter im Umfeld von Sky-News-Formaten; eine zentrale Initiative der Regierung fehle aber weiterhin.

Auch eine angekündigte Kampagne, die Haushalte auf Krisen von Überschwemmungen und Dürren bis hin zu bewaffneten Konflikten vorbereiten soll, sei noch nicht gestartet. Starmer habe diesen Plan von der Vorgängerregierung übernommen, schreibt Sky News. Walkers Appell macht die Dringlichkeit aus Sicht der Armee deutlich. Ob die Regierung nun die versprochene Debatte und die praktische Vorbereitung der Bevölkerung nachholt, bleibt offen.