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Cloaca Maxima – statt Internationaler Frühschoppen

Der Reporter und Essayist Wolf Reiser, der für alle nennenswerten Blätter im deutschsprachigen Raum geschrieben hat und Autor mehrerer Bücher, Hörspiele und Filmskripte ist, rechnet in einem offenen Brief mit seiner Journalistenzunft und insbesondere dem Deutschen Journalistenverband (DJV) radikal ab und hält ihnen den Spiegel ihres totalen Niederganges vor. Eine längere Fassung dieses Briefes erschien bereits am 21.1.2022 auf Rubikon. Die etwas kürzere Endfassung wird hier nachfolgend mit freundlicher Erlaubnis des Autors veröffentlicht. (hl)

Ein offener Abschiedsbrief an den Vorstand des Deutschen Journalistenverbands und das Gefolge

von Rolf Reiser

Hallo Frank Überall,
werte DJV-Kollegen und sonstige Medienschaffende,
bedauernswerte Endabnehmer,

pünktlich zur Jahreswende habe ich meinen Presseausweis mit der Nr. 3-1-102153  an eine 25 Schuss-Salutbatterie-Rakete des Typs Stalin- ersatzweise Putinorgel geklebt und Richtung Mond geschossen. Kurz zuvor trat ich nach gut 40 Jahren Mitgliedschaft aus dem DJV aus. Die nun frei werdenden Jahresbeiträge überweise ich auf das Konto der Anwälte von Julian Assange – bis zum bitteren Ende, whatever it takes (koste es, was es wolle, hl).

Mit der Begründung dieses längst überfälligen Schritts verbinde ich