Von Peter Haisenko
Wer es wagt Israel zu kritisieren, wird reflexartig zum Antisemit abgestempelt. Felix Klein, der Antisemitismusbeauftragte des Bundes, hat jetzt nicht nur die Gasa-Politik Israels kritisiert, sondern sogar gefordert, eine Debatte über den Begriff „Staatsräson“ zu führen.
Das Vorgehen Israels im Gasa-Streifen wird nahezu von der ganzen Welt als untragbar empfunden, aber nicht von der Bundesregierung und den USA offen kritisiert. Der gesamte Gasa-Streifen sieht mittlerweile aus wie Dresden am 15. Februar 1945 oder andere Städte in Deutschland zu dieser Zeit. Unbeschädigte Schulen und Krankenhäuser gibt es nicht mehr. Die Anzahl der ermordeten Palästinenser kann kaum noch gezählt werden, darunter zehntausende Kinder. Dazu sagt Felix Klein der FAZ: Man müsse die Sicherheit Israels bewahren. Das dürfe aber keine Rechtfertigung für alles sein. Die humanitäre Lage in Gasa vorsätzlich dramatisch zu verschlimmern, habe nichts mit der Sicherung des Existenzrechts Israels zu tun und es kann auch nicht deutsche Staatsräson sein.


