Von Hans-Jürgen Geese
Im Jahre 1803 war Weimar ein kleines Städtchen von etwa 6.000 Einwohnern. Trotzdem war Weimar das geistige Zentrum Deutschlands. Goethe, Schiller, Herder und Wieland herrschten hier. Kein Wunder daher, dass eminente Besucher aus dem Ausland sich auf den Weg nach dem verträumten Weimar machten. Oftmals noch bevor sie in Berlin ihre Aufwartungen absolvierten.
Es war eine Zeit in der die geistige Ausrüstung eines Menschen sehr hohen Wert besaß und gefeiert wurde, und in der selbst so ein Revoluzzer wie Schiller am Hofe von Fürsten Gehör fand. Er forderte: „Sire, geben Sie Gedankenfreiheit.“ (Don Carlos).
Vielleicht sollten die in der Bundesrepublik den Schiller wieder hervorkramen.
Am 13. Dezember im Jahre 1803 traf in Weimar eine Person ein, die zu der Zeit überall in Europa bekannt war. Sie werden wahrscheinlich mit dem Namen nicht vertraut sein. Damals war die Dame ein Superstar. Die Chronik berichtet daher ganz genau, um


