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KI-Programme sind keine Gehirne, sondern laufen auf Supercomputern, die in der Lage sind, eine unendliche Menge an Daten aufzunehmen. Ihnen fehlen Emotionen, Absichten und ein eigener Wille. Sie können ihr Programm nur ändern, um ihm neue Rechenfähigkeiten hinzuzufügen.

Die Risiken der KI

von Thierry Meyssan

Die Künstliche Intelligenz erledigt sehr schnell das, wofür wir viel Zeit benötigen. Ihre Auswirkung besteht in der Automatisierung intellektueller Prozesse. So wie Computer die Arbeitswelt der Arbeiter revolutioniert haben, wird die KI dies nun für die Angestellten tun. Bereits jetzt erleben wir eine Reihe von Katastrophen – nicht wegen der KI, sondern wegen derjenigen, die sie bedienen. Wir müssen nicht die Qualität unserer KI überprüfen, sondern die Intelligenz derjenigen, die ihr vertrauen.

Unsere Medien werden von einer Debatte über den Wert und die Gefahren künstlicher Intelligenz (KI) beherrscht. Unter dem Einfluss des Science-Fiction-Autors Eliezer Yudkowsky, der zum Guru des Silicon Valley geworden ist, konzentrieren sie sich jedoch auf ein mythisches Szenario: das einer Maschine, die die Oberhand über den Menschen gewinnen und ihn vernichten würde. Dies ist lediglich eine Wiederaufnahme der Themen des Golems oder von Frankenstein. Da eine künstliche Intelligenz jedoch nicht erschaffen, sondern nur mit