Dr. med Gerd Reuther erklärt in diesem Vortrag, warum der Begriff der „Herdenimmunität“ seit Jahrzehnten falsch verwendet werde. Der Radiologe und Medizinhistoriker zeigt anhand von Geschichte, Modellannahmen und aktuellen Daten, weshalb Herdenimmunität nur für natürliche Infektionen gelte – und Impfungen diesen Effekt nicht erzeugen könnten. Der ursprüngliche Begriff stamme aus der Tiermedizin und beschreibe den Schutz, der entstehe, wenn ein ausreichend großer Teil einer Gruppe eine Erkrankung tatsächlich durchgemacht habe. Die heute verbreitete Annahme, Impfungen könnten denselben Effekt erzeugen, halte einer wissenschaftlichen Prüfung nicht stand und sei nicht geeignet ist, eine Impfpflicht zu begründen. Nachfolgend ein Transkript des Videos. (hl)
Dr. med. Gerd Reuther:
„Ja, ich habe mich bewusst entschieden, nur ein Thema zu bearbeiten und dieses Thema ist eben genau der Kernpunkt, wie … man eine individuelle medizinische Entscheidung in einen gesellschaftlichen Zwang umwandeln kann. Da ist eben die Frage: Gibt es diesen Herdenschutz, diese Herdenimmunität, die immer wieder genannt wird, überhaupt? Und wenn ja, ist der Begriff überhaupt anwendbar, wenn es um Impfungen geht?
Der Begriff wird ja von der WHO sehr gern verwendet. Und obwohl man


