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Friedhofsruhe über Gasa

Peter Haisenko

Berichte über Gasa sind verstummt. Man könnte meinen, es wäre dort das normale Leben wieder eingekehrt. Tatsächlich ist es aber kaum möglich, in dem größten Schutthaufen der Welt überhaupt zu überleben. Es fehlt an allem.

Die aktuellen Zustände in Gasa können nur mit den „Rheinwiesenlagern“ der USA verglichen werden. Dort haben sie zwei Millionen junge deutsche Männer jämmerlich verrecken lassen. Ohne Nahrung, Wasser oder Schutz vor Wetter. Auch der Status ist vergleichbar. Die USA haben damals diese zwei Millionen vom Status POW (prisoners of war) einfach umfirmiert zu DEF (disarmed enemy forces). Das verstieß schon damals gegen Kriegsrecht, hatte aber für die Amis den Vorteil, dass sie nicht mehr verantwortlich waren für die lebenswichtige Versorgung der DEF. Für reguläre Kriegsgefangene (POW) hätten sie dafür sorgen müssen. Der Punkt ist