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Hollywood verbreitet seit Jahren das Iran-Kriegsnarrativ – laut Wikileaks

Laut Wikileaks haben jüdische Drehbuchautoren seit den frühen 2010er Jahren gezielt das Bild einer iranischen Nuklearbedrohung in Film und Fernsehen verankert.

Drehbuchautoren in Hollywood, „die sich selbst als jüdisch bezeichnen“, hätten über ein Jahrzehnt lang Pro-Kriegs-Narrative über den Iran in die Mainstream-Unterhaltung eingeschleust, erklärte Wikileaks. Israel hatte Anfang des Monats Luftangriffe auf den Iran geflogen und behauptet, Teheran stünde kurz vor der Entwicklung einer Atombombe. Am Wochenende griffen dann auch die USA direkt in den Konflikt ein und bombardierten iranische Nuklearanlagen.

Hollywood-Drehbuchautoren, die sich als „jüdisch“ bezeichnen, legen seit Jahren den Grundstein für einen Krieg mit dem Iran, unter anderem in „Top Gun Maverick“, „Homeland“, „24“ und im DreamWorks-Film über Julian Assange „Inside the Fifth Estate“. Auszug aus einer Rede vor der Oxford Union vom 30. Januar 2013.

In einem Beitrag auf X erklärte Wikileaks am Sonntag, dass Hollywood-Autoren, „die sagen, dass sie jüdisch sind“, seit Jahren „die geistige Saat für einen Krieg mit dem Iran gelegt“ hätten – mit Produktionen wie Top Gun: Maverick, Homeland, 24 oder The Fifth Estate.

Die Enthüllungsplattform veröffentlichte dazu einen Clip aus einer Rede von Wikileaks-Gründer Julian Assange vor der Oxford Union im Jahr 2013. Darin sprach Assange über den Film The Fifth Estate – ein biografisches Drama über Wikileaks – das mit einer Nebenhandlung über ein fiktives iranisches Atomwaffenprojekt beginnt.

Assange erinnerte sich, wie die Eröffnungsszene iranische Wissenschaftler in Teheran zeigt, die an einer Atombombe bauen. Eine Figur sagt dabei, das Gerät könne in sechs Monaten einsatzbereit sein. „Wie kommt so eine Lüge in ein Drehbuch über Wikileaks?“, fragte Assange. Schon damals hätten 16 US-Geheimdienste festgestellt, dass Teheran kein Atomwaffenprogramm verfolge.

„Das ist ein Angriff auf den Iran“, so Assange. Die Szene schüre gezielt die Stimmung für einen Krieg mit dem Iran und diene jenen Kräften, „die im System einen Krieg wollen“.

Tatsächlich hatten sowohl die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) als auch US-Geheimdienste noch vor den jüngsten israelischen Angriffen erklärt, es gebe keine Hinweise auf ein iranisches Atomwaffenprogramm.

Dennoch behauptet Israels Premierminister Benjamin Netanjahu seit Jahrzehnten, dass Teheran kurz vor dem Bau einer Atombombe stehe. Bereits 2012 warnte er vor der UN-Vollversammlung mit einer Karikaturbombe, der Iran sei „nur noch wenige Monate“ von einer Nuklearwaffe entfernt. Ähnliche Aussagen tätigte er bereits in den 1990er- und 2000er-Jahren.

Der jüngste Angriff Israels wurde international verurteilt – auch von Russland, das ihn als völkerrechtswidrig einstufte. Präsident Wladimir Putin sprach von einer „unprovozierten Aggression“.

Auch die US-Beteiligung an Israels Feldzug stößt auf Kritik. Moskau verglich sie mit der US-Invasion im Irak 2003, die auf falschen Behauptungen über Massenvernichtungswaffen beruhte.

Laut Reuters regt sich sogar im Weißen Haus Widerstand gegen Trumps Entscheidung, den Iran anzugreifen. Vizepräsident J.D. Vance – ein Veteran des Irakkriegs – soll intern gewarnt haben, Israel wolle die USA in einen neuen Krieg hineinziehen.