Unbemerkt von der Öffentlichkeit hat die EU-Kommission eine Ausschreibung gestartet, mit der ein zentrales Vermögensregister in Brüssel geschaffen werden soll. Das passt in ein Bild, das sich seit einiger Zeit abzeichnet.
Erinnern Sie sich noch? Es gab – vor der Pandemie – etwas, das nannte man Datenschutz. Das war damals ganz wichtig, ist seit Beginn der Pandemie aber vollkommen aus der Mode gekommen. Vor der Pandemie hätte sich niemand eine Tracing-App heruntergeladen und (halb-)staatlichen Stellen übermittelt, wo er sich mit wem wie lange trifft. Auch dass Arbeitgeber ihre Angestellten nach Gesundheitsdaten fragen, war damals noch verboten. Heute ist man verpflichtet, seinem Arbeitgeber zum Beispiel den Impfstatus offenzulegen.
Für alle, die Daten sammeln und die Bevölkerung möglichst engmaschig kontrollieren wollen, ist die Pandemie das Weihnachtsgeschenk schlechthin, denn sie hat Dinge möglich gemacht, die noch vor zwei Jahren nicht durchsetzbar gewesen wären. Die Pandemie war ein hervorragender Vorwand, um die Überwachung auszubauen, ohne dass eine Mehrheit protestiert hätte. Im Gegenteil: Die Mehrheit fand das sogar gut, denn sie wurde mit der Angst vor der Pandemie dazu getrieben, selbst um mehr Kontrolle zu betteln.
Der gläserne Bürger
Wer – so wie ich – schon etwas älter ist, der erinnert sich, dass es früher auch mal etwas gab, das man Bankgeheimnis nannte. Heute unvorstellbar, aber früher durften Banken den Behörden keine Auskünfte


