Entgegen der Ankündigung verzögert Joe Biden den Abzug der US-Truppen aus Afghanistan. »Anti-Terrorismus«-Manöver will er fortführen. Gleichzeitig lässt er einen weiteren Konflikt eskalieren.
In den ersten Tagen seiner bisherigen Amtszeit unterzeichnete der neue US-Präsident Joe Biden eine Reihe hochkarätiger Dekrete, die einige von Trumps schlimmsten Maßnahmen rückgängig machten und, so schien es, einen grundlegenden Kurswechsel einleiteten. Die Verfügungen des neuen Präsidenten wurden über Tage und Wochen verteilt, um eine maximale Wirkung in der Öffentlichkeit zu erzielen. Jede neue Reihe von Maßnahmen wurde von der Presse umfassend begleitet. In der Berichterstattung wurden in der Regel lediglich die offiziellen Aussagen der Regierung wiederholt, die die Beherztheit und transformative Wirkung ihres Handelns betonte. Sie fügt sich nahtlos in das vorgefertigte Mediennarrativ ein, wonach eine – im historischen Kontext betrachtet – ungeheuer progressive neue Führungsfigur das Land nun in die »Normalität« zurückführt.
Nach dieser ersten Welle positiver Presse


