International Man: Seit mehr als 2.500 Jahren war Gold das beständigste Geldmittel der Menschheit. Mit dem Aufstieg von Bitcoin – was das Interesse vieler Menschen weckte – gibt es nun eine weitere Hartwährungsoption. Wie sehen Sie diese beiden Optionen, während die Regierungen weltweit die extremste Gelddruckerei der Geschichte durchführen?
Nick Giambruno: Lassen Sie mich zuerst sagen, dass ich durchaus für Wettbewerb am Geldmarkt bin. Möge das beste Geld gewinnen. Um hier jedoch wirklich zu verstehen, was vor sich geht, müssen wir die Grundlagen begriffen haben. Geld ist eine Ware, genau wie alles andere innerhalb einer Wirtschaft. Und das ist kein sonderlich komplexer Gedanke.
Man muss hier keine verworrenen, mathematischen Formeln und komplizierte Theorien verstehen – wie die Torwächter der akademischen Welt, der Medien und der Regierung den Leuten Glauben machen wollen. Geld zu verstehen, ist intuitiv und unkompliziert. Geld ist einfach für die Aufbewahrung und den Austausch von Wert nützlich. Das ist alles.
Meiner Meinung nach konkurrieren drei primäre, monetäre Waren miteinander: Bitcoin, Gold und Fiatwährung. Fiatwährung ist derzeit die dominante Form des Geldes auf der Welt. Doch dieser Status geht rapide verloren, da Zentralbanken ihre Währungen präzedenzlos und exponentiell inflationieren. Deshalb wenden sich viele Millionen – bald Milliarden – Menschen soliden Geldalternativen wie Gold und Bitcoin zu. Fiatwährung ist ein Betrug historischen Ausmaßes, der unbegreiflichen Schaden anrichtet. Also drücke ich sowohl Gold als auch Bitcoin die Daumen.
International Man: Viele Goldbefürworter haben es auf Bitcoin abgesehen und bezeichneten ihn als spekulative Blase. Können


