Peter Haisenko
Angesichts eines Erstarkens des Rechtsextremismus in Deutschland fordert der Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Axel Drecoll, eine bessere Personalausstattung für die Aufarbeitung der NS-Vergangenheit. Der Punkt ist aber, dass die NS-Vergangenheit in der BRD noch nie „aufgearbeitet“ worden ist.
Betrachten wir dazu kurz, was der Duden unter dem Begriff „aufarbeiten“ als Erklärung anführt:
1a) (Liegengebliebenes) erledigen – Beispiel:die Rückstände, die Akten aufarbeiten
1b) aufbrauchen, völlig verarbeiten – Beispiel: die Wolle aufarbeiten – die Bestände sind noch nicht aufgearbeitet
2) zusammenfassend betrachten, bearbeiten – Beispiel: er hat die jüngsten Forschungsergebnisse [kritisch] aufgearbeitet
3) sich mit etwas auseinandersetzen, um Klarheit darüber zu gewinnen; etwas geistig verarbeiten – Beispiel: die Vergangenheit, die Kindheit, Konflikte aufarbeiten
4) alt und unansehnlich Gewordenes erneuern, überholen, auffrischen – Beispiel: Polstermöbel, einen alten Schrank aufarbeiten [lassen]
Synonyme zu aufarbeiten: in Ordnung/ins Reine bringen, nacharbeiten, nachholen, aufbrauchen, erledigen.
Frage: Trifft auch nur eine Begriffserklärung auf den


