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Wir waren alle erstaunt, dass Präsident Trump direkt nach seiner Amtseinführung massenhaft Durchführungsverordnungen unterzeichnete. Die europäische Presse sah in ihm einen Autokraten, der seine Macht behauptete. Überhaupt nicht! Ein großer Teil dieser Dokumente schränkt die Macht des Bundesstaates zugunsten der Bundesländer ein. Fehlinterpretationen dieser Art sind heute Legion zwischen den Vereinigten Staaten und Europa.

Fehlinterpretation der Entwicklung in den Vereinigten Staaten (½)

Thierry Meyssan

Wir sehen, dass die Ankunft von Donald Trump im Weißen Haus die Regeln des internationalen Spiels völlig verändert hat. Jedoch interpretieren wir sein Handeln oft falsch: Wir kennen die Sitten und Gebräuche seines Landes nicht und projizieren unsere eigenen politischen Debatten auf ihn. Wir sind umso verwirrter, als wir in den letzten Jahren mehr oder weniger an der in Washington herrschenden Ideologie festgehalten haben. Wir haben sie für die amerikanische Doxa gehalten, obwohl sie nur ein Moment ihrer Geschichte war und wir ihre zahlreichen Denkschulen übersehen haben.

Mit dem Einzug Donald Trumps ins Weiße Haus werden alle ideologischen, geopolitischen, wirtschaftlichen und sogar militärischen Karten neu gemischt. Tatsächlich ist zum ersten Mal seit fast zwei Jahrhunderten wieder ein Jackson-Anhänger in den Vereinigten Staaten an der Macht. Man hatte diese Denkweise (außer in den Western-Filmen) vergessen und ist nicht mehr in der Lage, sie vorauszusehen. Dabei ist Trump bereits seit vier Jahren an der Macht, aber damals wurde er von seinen eigenen republikanischen Verbündeten weitgehend gehindert, seine Politik umzusetzen, während die demokratische Presse uns versicherte, er sei geisteskrank oder ein Faschist.

Seltsamerweise informieren uns die Social-Media-Influencer, die seinen Standpunkt verteidigen, nur über