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Pfizer-DNA in Herztumor eines jungen Mannes nach Impfung gefunden: „Das ist der entscheidende Beweis“

Pfizer-DNA wurde in einem Herztumor eines zuvor gesunden 35-jährigen Mannes nachgewiesen, der nach seinen COVID-19-Impfungen eine äußerst seltene und tödliche Form von Herzkrebs entwickelte. Das ist das Ergebnis einer neuen Fallstudie, die im September veröffentlicht wurde. Die Autoren sehen darin ein weiteres Signal, das aus ihrer Sicht ernsthafte Fragen zur langfristigen Sicherheit von mRNA-Impfstoffplattformen aufwirft.

Eine seltene Krebserkrankung in ungewöhnlichem Alter

Der Patient litt an einer der seltensten bekannten bösartigen Erkrankungen. In einer Analyse von mehr als sieben Millionen registrierten Krebsfällen entfielen lediglich 0,008 Prozent auf einen bösartigen primären Herztumor.

Umso auffälliger erscheint den Autoren der Fall des ansonsten gesunden jungen Mannes: Er hatte weder eine persönliche noch familiäre Krebsanamnese, keine bekannte erbliche Veranlagung, keine vorausgegangene Strahlenbehandlung und keine nachweisbare SARS-CoV-2-Infektion.

Seine ersten Beschwerden – Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit – traten 161 Tage nach seiner ersten Pfizer-Impfung auf. Weniger als eine Woche später wurde er mit einem fast zehn Zentimeter großen Herztumor und Metastasen ins Krankenhaus eingeliefert.

Impfstoff-DNA im Tumorgewebe nachgewiesen

Der brisanteste Befund der Fallstudie betrifft das aufbewahrte Tumorgewebe. Als dieses vier Jahre später untersucht wurde, fanden die Forscher darin DNA-Sequenzen, die sie dem Pfizer-Impfstoff zuordnen.

Kevin McKernan und Kollegen hatten bereits zuvor mehrere Impfstofffläschchen untersucht und berichtet, darin Plasmid-DNA in Mengen gefunden zu haben, die nach ihren Berechnungen die von FDA und Weltgesundheitsorganisation festgelegten Grenzwerte um das 36- bis mehr als 600-Fache überschritten hätten. Bei dem Pfizer-Produkt, das der Mann erhalten hatte, soll die Überschreitung demnach beim 36- bis 153-Fachen gelegen haben.

Diese DNA befindet sich den Autoren zufolge zusammen mit der mRNA in Lipid-Nanopartikeln, die den Transport in menschliche Zellen ermöglichen.

Ein Tumor mit außergewöhnlicher Wachstumsgeschwindigkeit

Auch die errechnete Wachstumsgeschwindigkeit des Tumors erregte die Aufmerksamkeit der Forscher. Anhand wiederholter Gehirnscans bestimmten sie eine Verdopplungszeit von ungefähr zehn Tagen.

Nach ihren Berechnungen hätte ein Tumor dieser Größe – fast so groß wie ein Baseball – bei normalem Wachstum etwa 900 bis 1.000 Tage benötigt. Zwischen der ersten Impfung und der Diagnose lagen jedoch lediglich rund 170 Tage.

Die Autoren halten deshalb nicht unbedingt eine vollständige Neuentstehung des Krebses nach der Impfung für die wahrscheinlichste Erklärung. Sie diskutieren vielmehr die Möglichkeit, dass ein bereits vorhandener, bis dahin unauffälliger Tumor anschließend extrem beschleunigt gewachsen sein könnte. Die Fallstudie allein kann jedoch keinen ursächlichen Zusammenhang beweisen.

Nicht das erste Signal

Die Autoren stellen ihren Befund in einen größeren wissenschaftlichen Zusammenhang. Hulscher und Kollegen berichteten zuvor, dass Impfstoff-mRNA noch bis zu 1.284 Tage nach der letzten Dosis in zirkulierenden Exosomen nachweisbar gewesen sei. Plasmid-DNA sei sogar noch 1.364 Tage nach der Impfung in Körpergewebe gefunden worden.

Hinzu kommt eine große südkoreanische Kohortenstudie mit mehr als 8,4 Millionen Menschen. Darin wurden im Jahr nach einer COVID-19-Impfung statistische Zusammenhänge mit erhöhten Risiken für mehrere Krebsarten festgestellt. Solche Beobachtungsdaten zeigen allerdings zunächst Assoziationen und beweisen für sich genommen keine Verursachung durch die Impfung.

Eine weitere systematische Übersicht erfasste 333 Patienten aus 27 Ländern, bei denen im zeitlichen Zusammenhang mit einer COVID-19-Impfung oder einer SARS-CoV-2-Infektion Krebserkrankungen aufgetreten waren.

Keine der üblichen Erklärungen gefunden

Nach Angaben der Forscher fehlten bei dem 35-Jährigen die üblichen bekannten Risikofaktoren. Auch das Nukleokapsid-Protein, das auf eine vorausgegangene SARS-CoV-2-Infektion hindeuten kann, wurde im Tumorgewebe nicht nachgewiesen.

Besonders wichtig ist für die Autoren die Beschaffenheit der gefundenen DNA-Fragmente. Sie beschreiben diese als synthetische Sequenzen, die sie dem Impfstoff zuordnen.

„Das ist der entscheidende Beweis“

Der Epidemiologe und Mitautor Nicolas Hulscher geht in seiner Bewertung deutlich weiter. Für ihn liefert der Fall einen entscheidenden Hinweis auf das von ihm als „Turbo-Krebs“ bezeichnete Phänomen. Er vergleicht den Befund mit einer kriminalistischen Untersuchung: Die DNA des Verdächtigen sei am Tatort gefunden worden. „Das ist der entscheidende Beweis.“

Diese Formulierung ist Hulschers Interpretation der Ergebnisse. Der Nachweis impfstoffbezogener DNA im Tumorgewebe beweist für sich genommen wissenschaftlich noch nicht, dass die Impfung den Krebs verursacht oder dessen Wachstum beschleunigt hat.

Hulscher und seine Mitautoren fordern deshalb umfangreiche Folgeuntersuchungen. Angesichts der außergewöhnlichen Krankengeschichte, der Wachstumsgeschwindigkeit des Tumors und des DNA-Befunds sehen sie dringenden Forschungsbedarf.

Die Frage lautet damit nicht nur, wie dieser einzelne Fall zu erklären ist. Entscheidend ist, ob sich vergleichbare Befunde auch bei weiteren Patienten nachweisen lassen – und welche Konsequenzen daraus für die langfristige Sicherheit der mRNA-Impfstoffe gezogen werden müssen.

Die neue Impfkampagne ist inzwischen in vollem Gange.