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Befinden sich die Vereinigten Staaten und Israel im Niedergangs- und Fallmodus?

Verfasst von Dr. Philip M. Giraldi

Die Spekulationen über die Nachhaltigkeit des Modells globaler Vorherrschaft der Vereinigten Staaten, das entstand, als Washington den Zweiten Weltkrieg plausibel als einzige Supermacht beendete, nehmen zu. Diese Rolle wurde erstmals im Koreakrieg auf die Probe gestellt, der in einer Konfrontation, an der auch China beteiligt war, zu einer Art Patt führte und ein Waffenstillstandsabkommen hervorbrachte, das bis heute gilt. In jüngerer Zeit bestätigte der Zusammenbruch der Sowjetunion 1991 – selbst angesichts des verheerenden und sinnlosen Krieges in Vietnam – den überlegenen militärischen, politischen und finanziellen Status der USA. Dies führte zur Bekräftigung der amerikanischen Vorherrschaft als wesentlichem Element globaler politischer Stabilität in mehreren angestossenen und verbindlich festgelegten Grundsatzdokumenten, darunter in der Darlegung der Grundsätze aus den 1990er-Jahren, die später im September 2000 als «Rebuilding America’s Defenses: Strategy, Forces, and Resources for a New Century: a Project for the New American Century» (PNAC) veröffentlicht wurde. Die abschliessende Ausarbeitung dieser Politik ging aus der sogenannten «Wolfowitz-Doktrin» hervor, der üblichen Bezeichnung für die Leitlinien zur nationalen Verteidigung, die entwickelt wurden, als Paul Wolfowitz als Mitarbeiter von Vizepräsident Dick Cheney stellvertretender Verteidigungsminister war. Der Begriff ist eine informelle Bezeichnung für die Defense Planning Guidance (DPG) des US-Verteidigungsministeriums für die Jahre 1994–1999, datiert auf den 18. Februar 1992.

Als erste DPG nach dem Ende des Kalten Krieges und des ersten Golfkriegs bezeichnete der Entwurf die Vereinigten Staaten als einzige Supermacht der Welt und machte es zur obersten Priorität, das Entstehen (oder Wiederentstehen) eines globalen oder regionalen Konkurrenten zu verhindern. Dieses Ziel schloss ein, zu verhindern, dass eine feindliche Macht strategisch wichtige oder rohstoffreiche Regionen beherrscht, die alternative Quellen globaler Macht hervorbringen könnten. Darin wurde argumentiert, das US-Militär müsse stark genug bleiben, um mögliche Konkurrenten abzuschrecken, und sich die Fähigkeit bewahren, bei Bedarf unilateral zu handeln. Die PNAC-Erklärung forderte eine fortdauernde globale Führungsrolle der Vereinigten Staaten, was den Einsatz präventiver Kriegsführung gegen Gegner bei Bedarf implizierte.

Bei der Förderung der neuen Politik erläuterte das Grundsatzdokument des Projekts vom Juni 1997, wie «…Amerika eine entscheidende Rolle bei der Wahrung von Frieden und Sicherheit in Europa, Asien und dem Nahen Osten spielt. Wenn wir uns unserer Verantwortung entziehen, laden wir Herausforderungen für unsere grundlegenden Interessen ein … Wir müssen die Verantwortung für Amerikas einzigartige Rolle bei der Bewahrung und Ausweitung einer internationalen Ordnung übernehmen, die unserer Sicherheit, unserem Wohlstand und unseren Grundsätzen förderlich ist.»

Die Erklärung wurde unter anderem von Dick Cheney, Paul Wolfowitz, Scooter Libby, Zalmay Khalilzad, Donald Rumsfeld, Peter Rodman, Elliot Abrams, Eliot A. Cohen, Midge Decter, Paula Dobriansky, Aaron Friedberg, Donald Kagan, I Lewis Libby und Norman Podhoretz unterzeichnet. Sie galt später als ausgesprochen «israelfreundlich» und wurde zusammen mit der gewaltigen und wachsenden politischen und institutionellen Macht der israelischen Lobby in den USA dazu benutzt, die Interventionen der USA im Nahen Osten in den folgenden Jahrzehnten zu rechtfertigen. Tatsächlich könnte man argumentieren, dass Israels Umgang mit seinen Nachbarn und sogar mit einem grossen Teil der Welt heute durch die zahlreichen Juden und Israel-First-Anhänger geprägt wurde, die an der Ausarbeitung der entscheidenden Dokumente mitwirkten, welche Washingtons Notwendigkeit aggressiven Handelns bekräftigten – einschliesslich der Beteiligung an Konflikten, die es sonst hätte vermeiden können, etwa denjenigen im Nahen Osten, die durch Israels Förderung seiner eigenen Interessen ausgelöst wurden, wie es derzeit auch im Fall Iran geschieht.

Wichtig ist heute festzustellen, dass die Dokumente, die die militärische Überlegenheit der USA einschliesslich Interventionismus zu deren Aufrechterhaltung garantieren sollten, offenbar von der Regierung Donald J. Trumps verinnerlicht wurden, insbesondere vom Präsidenten selbst und seinem Kriegsminister Pete Hegseth. Was also ist schiefgelaufen, da die Vereinigten Staaten nun offenbar an allen Fronten verlieren, an denen sie sich für Konfrontation statt Verhandlungen entschieden haben? Vielleicht ist es wichtig festzuhalten, dass die geopolitischen Fehltritte wahrscheinlich auf eine Doktrin zurückzuführen sind, die einer anderen Welt als der von 1991 entstammt und in der Stärke und Schwäche anhand anderer Kriterien beurteilt werden. Trump und Hegseth könnten durchaus als Dinosaurier wahrgenommen werden, die während ihrer eigenen Version der Trias ihrem Aussterben entgegengehen, und das Land, das sie so sehr missbraucht haben, könnte auf Niedergang und Fall zusteuern. Die Frage lautet: «Wer wird die Scherben auflesen, nachdem die USA gefallen sind?»

Und man könnte annehmen, dass Israels am stärksten geschützter Klient, das sicherlich zusammen mit den USA als meistgehasste Nation der Welt gelten würde, ebenfalls in dieselbe Richtung steuern könnte. Der einzige Unterschied besteht darin, dass Israel angekündigt hat, sein Atomwaffenarsenal einzusetzen, um einen grossen Teil der Welt mit sich zu reissen, sollte es untergehen – die sogenannte Samson-Option. Israel verfügt über mindestens mehrere Hundert atomare Sprengköpfe und Raketen und kann sie dank seiner U-Boot-gestützten Einsatzmöglichkeiten auf Ziele in alle Richtungen abfeuern. Die meisten europäischen Hauptstädte wären mit Sicherheit Ziele israelischer Raketen und Kampfflugzeuge. Der ehemalige Verteidigungsminister Moshe Dayan kündigte an, was kommen könnte: «Israel muss wie ein tollwütiger Hund sein, zu gefährlich, um sich mit ihm anzulegen.» Eine Minderheit israelischer Führungskräfte könnte versuchen, wenn irgend möglich zu verhindern, dass es so weit kommt; diejenigen, die das Sagen haben, werden aber mit Sicherheit die Fähigkeit besitzen, einen Teil der Welt mit sich in den Abgrund zu reissen, und genau das wird geschehen, wenn Israel untergeht. Doch bevor es so weit kommt, wird eine Welle von Millionen jüdischen «Flüchtlingen» vor allem über die USA und Europa hinwegrollen. Sie werden darauf bestehen, neue Staaten zu gründen, so wie sie es den Palästinensern angetan haben, und wahrscheinlich ihre Atomwaffen als «Versicherung» mitbringen.

Interessanterweise soll Israel auch ein biologisches Waffenarsenal entwickeln, das «ethnisch selektiv» wirkt, also nur Träger bestimmter DNA- oder ethnischer Merkmale tötet und vermutlich Menschen mit überwiegend arabischer Biologie umbringt, während alle mit jüdischen Merkmalen oder Eigenschaften verschont bleiben. Interessant. Das könnte für Israel der einfache Weg sein, unerwünschte Ausländer «den Rasen zu mähen», wie die israelischen Führungskräfte dies an Orten wie Gaza und Libanon immer wieder getan haben.

Mir kommt jedoch der Gedanke, dass Israel einem etwas anderen Muster folgen wird, nämlich das Spielfeld durch den Einsatz von False-Flag-Vorfällen zu verwirren, die Amerikaner und Europäer dazu bringen sollen, proisraelische Politiken zu unterstützen, die eindeutig nicht in ihrem Interesse liegen, und «palästinensische Optionen» anzuwenden, um den Widerstand gegen die eigene Form der «globalen Vorherrschaft» zu verringern und dann vollständig zu beseitigen. Das bedeutet, das Land anderer Menschen zu stehlen und sie zugleich systematisch auszurotten, möglicherweise mit biologischen «Bomben». Der Auswanderungsprozess ist unter vielen, meist besser ausgebildeten Israelis bereits im Gang. Sie verlassen ein bedrohtes Israel schon jetzt rasch, um ihre ausschliesslich jüdischen Ghettos und Siedlungen an Orten wie Kreta, in Griechenland und in Südamerika neu aufzubauen. Die Einheimischen beklagen sich häufig über die Misshandlungen durch die Neuankömmlinge, doch ihre Regierungen leiden an der typischen zionistischen Krankheit, das heisst, lokale Regierungen werden gekauft oder unter Druck gesetzt, nachzugeben.

Amerika hat dieses Phänomen bereits in Gemeinden in den Bundesstaaten New York und New Jersey sowie anderswo im Land entdeckt, wo oft orthodox-jüdische religiöse Ritualvorschriften das Verhalten aller Bürgerinnen und Bürger und sogar von Besuchern bestimmen, die es wagen, die Enklaven zu entweihen. Wenn Israel in dem Gebiet, das einst Palästina war, untergeht, bedeutet das dann, dass Millionen neuer Einwanderer aufgenommen werden, denen der US-Kongress sicherlich bedingungslosen Zutritt gewährt – ein Kongress, der in seinen Büroräumen auf dem Capitol Hill israelische Flaggen zeigt? Die Clowns im Kongress und im Weissen Haus stört es vielleicht nicht, dass israelische Juden dazu neigen, die übrigen 90 % der Bevölkerung eines jeden Landes als Untermenschen zu verachten, wie sie es derzeit mit den Palästinensern tun. Der Abgeordnete Brian Mast aus Florida (natürlich!), der bei seiner Arbeit in seinem Kongressbüro eine israelische Armeeuniform trägt, sagte: «Es gibt keine unschuldigen Palästinenser!» Und er ist nicht der einzige Abgeordnete oder Mitarbeiter, der diese Ansicht vertritt, die von 90 % der israelischen Juden geteilt wird, die die Ausrottung aller Muslime und Christen befürworten!

Was kommt also als Nächstes? John Gehan hat über die nächsten Schritte israelischer Auswanderer geschrieben und darüber, wie sie sich auf den Rest der Welt auswirken werden, nachdem ihr regionaler Völkermordfeldzug zur Schaffung eines Gross-Israel (Eretz Israel) entweder mit einem Scheitern endet oder anderweitig in Flammen aufgeht: «Im Wesentlichen werden wir es mit mindestens Hunderttausenden, möglicherweise Millionen psychotisch rassistischer Terroristen zu tun haben, die in die USA einreisen. Es handelt sich um ethnisch besessene Ungeheuer, die niemanden ausserhalb ihres verderblichen Stammes als menschlich betrachten. Ihnen werden Waffen zur Verfügung stehen, und sie verfügen über ein landesweites, fest etabliertes Netzwerk, um Massenmord zu begehen. Vielleicht werden einige dieser Verrückten in Europa, Kanada oder Argentinien usw. Zuflucht suchen. Viele werden jedoch die USA als Rückzugsort wählen. Im besten Fall werden Morde und Terrorakte in diesem Land drastisch zunehmen. Israelische Zionisten sind genozidale Psychopathen. Das haben wir alle gesehen.»

Wer genauer wissen möchte, was vor sich geht und was dahintersteckt: Der Leiter einer der prominentesten Denkfabriken Israels, Generalmajor Tamir Hayman, hat in einem Artikel beschrieben, der vom Quincy Institute in einem Beitrag von Trita Parsi weiter untersucht wurde, wie die harte Realität der aktuellen und fortdauernden neuen nationalen Sicherheitsdoktrin Israels aussieht: Hayman beschreibt, wie «die Vereinigten Staaten eine ‹absteigende Macht› sind und Israel angesichts der anhaltenden sozialen und politischen Veränderungen ohnehin bald im Stich lassen werden. Das zwingt Israel dazu, sich stärker auf sich selbst zu verlassen, um eine ‹übermässige Abhängigkeit› von den USA zu vermeiden, da sie ‹Israel dem Einfluss eines progressiven amerikanischen Wertesystems aussetzt, das mit Israels jüdischem Charakter unvereinbar ist›. Er kommt zum Schluss: ‹Die Verbindungen zu den Vereinigten Staaten zu kappen, ist daher nicht nur unvermeidlich, sondern für Israels Unabhängigkeit und die Widerstandsfähigkeit seiner jüdischen nationalen Identität unerlässlich.›» Weshalb? «Wegen des Vorrangs der jüdischen Identität vor der Demokratie: Die jüdische Identität des Staates hat Vorrang vor seinem demokratischen Regierungssystem.» Und sie hat Vorrang vor den verfassungsmässigen Rechten jeder Nation, in der sich Juden letztlich niederlassen sollten!

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Philip M. Giraldi, Ph.D., ist geschäftsführender Direktor des Council for the National Interest, einer steuerlich absetzbaren gemeinnützigen Bildungsstiftung gemäss Abschnitt 501(c)3 (Federal ID Number #52-1739023), die sich für eine stärker an Interessen ausgerichtete US-Aussenpolitik im Nahen Osten einsetzt. Website; Adresse: P.O. Box 2157, Purcellville VA 20134; E-Mail: [email protected].