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Gates-Verfahren: Anwalt fordert Befragung der Gutachter unter Eid

Der im Video als Peter angesprochene Anwalt fordert eine gründliche Prüfung der von ihm eingereichten Beweise im Verfahren gegen Bill Gates und weitere Beklagte. Nach einer Gerichtsanhörung in den Niederlanden schildert er, warum der Fall aus seiner Sicht weitergeführt werden muss: Seine Mandanten wollten mehr als eine Entschädigung. Ihnen gehe es um umfassende Aufklärung.

Der Streit dreht sich um die Beweisaufnahme

Peter beschreibt die Anhörung als den ersten Termin, bei dem der Inhalt des Verfahrens umfassender zur Sprache gekommen sei. Die Richterin müsse sich nun mit dem gesamten Fall auseinandersetzen. Er sehe zwei gegensätzliche Darstellungen, die das Gericht anhand der Beweise prüfen müsse.

Das Verfahren habe sich seit seinem Beginn im Juli 2023 weiterentwickelt. Peter schildert, er habe das Mandat übernommen, weil seine Mandanten nicht allein finanzielle Ansprüche verfolgen wollten. Ihr Anspruch auf Aufklärung entspreche auch seinem eigenen Verständnis anwaltlicher Arbeit.

Entscheidend sei deshalb, ob das Gericht die eingereichten Unterlagen und die Aussagen der von ihm benannten Fachleute tatsächlich inhaltlich untersuche. Ein Urteil könne die Klärung des Sachverhalts nicht ersetzen. Ohne eine solche Prüfung sei nach seiner Auffassung kein faires Verfahren möglich.

Berichte liegen vor – mündliche Befragung gefordert

Peter verweist auf internationale Fachleute, darunter Sasha Latipova, deren Arbeit seine Argumentation stütze. Er betont sowohl ihre fachliche Kompetenz als auch ihre persönliche Glaubwürdigkeit. Nach seiner Darstellung lagen wesentliche Sachverständigenberichte bereits seit Dezember 2025 vor; neuere Berichte seien später hinzugekommen.

Diese Unterlagen seien erst in einem bereits fortgeschrittenen Verfahrensstadium verfügbar gewesen. Zu diesem Zeitpunkt hätten frühere Schriftsätze bereits vorgelegen. Umso wichtiger sei es nun, das zusätzliche Material ernsthaft zu erörtern.

Seine zentrale Forderung: Die Fachleute sollten unter Eid befragt werden und Fragen des Gerichts beantworten. Gerade diese unmittelbare Befragung sei bislang ausgeblieben. Auf der Ebene der Beweisaufnahme liege deshalb weiterhin eine entscheidende Herausforderung.

Peter ist überzeugt, dass die von ihm eingereichten Berichte der Gegenseite Schwierigkeiten bereiteten. Diese Einschätzung begründet er mit dem aus seiner Sicht unzureichenden inhaltlichen Umgang mit dem Material. Auch Äusserungen über Latipovas Sachkunde bewertet er als Versuch, ihre Glaubwürdigkeit anzugreifen.

Schwere Vorwürfe als Grundlage seiner Argumentation

Peter vertritt im Gespräch die These, COVID-19 sei keine Krankheit, sondern ein politisches Projekt im Zusammenhang mit dem Great Reset. Die Impfstoffe bezeichnet er als Biowaffe; von anderen als Nebenwirkungen bezeichnete Schäden seien seiner Darstellung nach beabsichtigte Wirkungen.

Diese Vorwürfe bilden für ihn den Kern des Verfahrens. Er verweist auf die von ihm vorgelegten Unterlagen und verlangt, dass das Gericht prüft, ob seine Argumentationsgrundlage trägt. Mit dem weiteren Verlauf des Verfahrens seien aus seiner Sicht zusätzliche Belege hinzugekommen.

Die Reaktion der Beklagten überrascht ihn nach eigener Aussage nicht. Er sieht deren Position als Konsequenz der Rolle, die er ihnen in seiner Darstellung des Geschehens zuschreibt. Entscheidend bleibe für ihn, dass das Gericht sich nicht mit einer blossen Zurückweisung seiner Vorwürfe begnüge, sondern das Material selbst untersuche.

Die Richterin soll den Sachverhalt selbst prüfen

Peter schildert, die Richterin habe während der Anhörung von sich aus zwei von ihm vorgelegte Veröffentlichungen aufgegriffen und dazu Fragen gestellt. Das wertet er als positives Zeichen. Zugleich kritisiert er den weiteren Umgang mit seiner Videoeinreichung.

Nach seiner Darstellung habe die Richterin die Beklagten gefragt, ob diese darauf zurückkommen wollten. Diese hätten erklärt, dass sie das nicht für nötig hielten, und auf die Entscheidung des Gerichts verwiesen. Peter habe daraufhin widersprochen: Das Gericht könne die Frage, was zutreffe, nicht einfach offenlassen.

Aus seiner Sicht müssen die Beweise geprüft und die Beklagten mit deren Inhalt konfrontiert werden. Sie sollten Gelegenheit erhalten, darauf substanziell zu reagieren. Auf dieser Grundlage müsse das Verfahren anschliessend weitergeführt werden.

Peter stellt klar, dass die weitere Verfahrensführung nun beim Gericht liege. Was er selbst für den richtigen nächsten Schritt hält, habe er dort ausdrücklich vorgetragen: eine vertiefte Prüfung statt eines Abschlusses ohne die verlangte Auseinandersetzung mit dem Material.

Zwei verstorbene Mandanten und die Reaktion des Staates

Im Gespräch korrigiert Peter die Zahl verstorbener Mandanten auf zwei. Die persönliche Belastung des Verfahrens trennt er von seiner beruflichen Aufgabe. Er bemühe sich um professionelle Distanz und respektiere, dass andere Anwälte ihre jeweiligen Mandanten vertreten müssten.

Zugleich kritisiert er, wie mit den Betroffenen umgegangen werde. Eine ausschliesslich kühle juristische Reaktion werde ihrer Lage aus seiner Sicht nicht gerecht. Besonders vom niederländischen Staat erwarte er, dass dieser den Menschen mit Empathie begegne und sich mit ihren Anliegen befasse.

Peter schildert eine tiefe Enttäuschung seiner Mandanten über die staatliche Haltung. Sie erlebten nach seiner Darstellung eine Regierung, die ihre Vorwürfe nicht angemessen aufgreife und sich nicht ausreichend um sie kümmere. Für ihn gehöre deshalb auch der Umgang mit den Betroffenen zur Auseinandersetzung um den Fall.

Erfolg bedeutet für ihn auch öffentliche Aufklärung

Peter dämpft ausdrücklich die im Gespräch angesprochene Vorstellung, die Beklagten könnten als Ergebnis dieses Verfahrens in Handschellen abgeführt werden. Darin sieht er kein realistisches Bild eines möglichen Erfolgs.

Wichtiger sei für ihn, dass der Fall sichtbar werde. Justiz müsse öffentlich wahrnehmbar sein. Auch im Interesse seiner Mandanten begrüsse er deshalb die Aufmerksamkeit für das Verfahren und die Berichterstattung darüber.

Die Professionalität niederländischer Richter stellt er dabei ausdrücklich nicht grundsätzlich infrage. Öffentliche Beobachtung halte er dennoch für sinnvoll. Es gehe darum, dass die Behandlung des Falls und die Auseinandersetzung mit den vorgelegten Beweisen nachvollziehbar würden.

Persönlicher Druck und bewusste Zuspitzung

Peter beschreibt die Übernahme des Mandats als schwierige Entscheidung. Gerade 2023 seien nur wenige Anwälte bereit gewesen, eine solche Auseinandersetzung mit der offiziellen Darstellung zu führen. Seine Mandanten hätten deshalb Mühe gehabt, anwaltliche Unterstützung zu finden.

Von Kollegen habe er keine geschlossene Ablehnung erlebt. Zugleich sei aber auch häufig die Ermutigung ausgeblieben. Manche hätten mit dem Fall möglichst wenig zu tun haben wollen.

Kontroversen habe es zudem über seine Wortwahl gegeben. Peter erinnert an eine frühere Äusserung gegenüber einem Richter, dieser habe bei einer ausbleibenden Beweisaufnahme Blut an den Händen. Er erklärt diese Formulierung als Zuspitzung der moralischen Verantwortung, den Sachverhalt tatsächlich aufzuklären.

Auch einen Vergleich des im Gespräch angesprochenen Great-Reset-Buchs mit «Mein Kampf 2.0» verteidigt er als bewusst zugespitzte Sprache. Wer eine Position deutlich machen wolle, dürfe sich nach seiner Auffassung nicht allein von der Sorge leiten lassen, wie Kollegen oder Richter persönlich darüber dächten.

Peter stellt den Willen seiner Mandanten, das Verfahren weiterzuführen, als entscheidenden Antrieb dar. Die damit verbundenen Risiken habe er mit der Übernahme des Falls bewusst in Kauf genommen. Aufzugeben, obwohl seine Mandanten diesen Weg weitergehen wollten, würde sich für ihn sehr schlecht anfühlen, erklärt er.

Der komplette Livestream vom gestrigen Verfahren