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Als ukrainische Nationalisten Juden mit einer Zaunlatte erschlagen haben

Peter Haisenko 

Wir schreiben das Jahr 1944. Die Rote Armee ist auf dem Vormarsch und steht kurz vor Kiew. Im Gebiet von Lemberg treiben Partisanen ihr Unwesen. Sie bekämpfen sich gegenseitig. Einzig mit der Wehrmacht haben sie keine Probleme. Die ukrainischen Nationalisten, die Anhänger Banderas, machen Jagd auf Juden. Wehe, sie konnten einen fangen.

Es war eine wilde Zeit. Auch mein Vater, der Russe, der aus Stalins Todeslager entfliehen konnte, war auf der Flucht vor der Roten Armee. Hätten die ihn zu fassen bekommen, wäre das sein Todesurteil gewesen. Er sprach außer Russisch auch Rumänisch und Ukrainisch in muttersprachlicher Qualität. Aber er hatte bereits auch ein brauchbares Polnisch erlernt, was er den Ukrainern nicht sagen durfte. So wurde er von einer Polizeistation in der Nähe von Lemberg, die von diesen ukrainischen Nationalisten geführt wurde, aufgenommen, weil er akzentfreies Ukrainisch beherrschte. Er musste für seinen