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„COVID 2.0“-Effekt: Lieferketten brechen ein, Staaten greifen zu Notmaßnahmen

In der aktuellen Sendung von The Pulse ziehen die Moderatoren eine weitreichende Parallele zwischen den Folgen des Iran-Kriegs und den Mechanismen, die viele Menschen bereits aus der COVID-Phase kennen. Ihr zentrales Argument lautet, dass sich erneut ein Muster aus wirtschaftlicher Verknappung, staatlichen Eingriffen, eingeschränkter Mobilität und wachsender Überwachung abzeichne.

Zur Begründung verweisen sie auf die Erfahrungen während der Pandemie. Damals seien kleine Familienbetriebe geschlossen worden, während große Ketten als systemrelevant weiterarbeiten durften. Gleichzeitig hätten Lockdowns, Reisebeschränkungen und Bewegungsauflagen ein System geschaffen, das die Bevölkerung an stärkere Kontrolle und geringere Bewegungsfreiheit gewöhnt habe. Aus Sicht der Sendung zeigen sich nun ähnliche Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Krieg gegen den Iran.

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Besonders im Fokus stehen Berichte über mögliche Rationierungen und Einschränkungen in mehreren Ländern. Die Moderatoren sehen darin erste Anzeichen einer politischen und wirtschaftlichen Reaktion, die über die unmittelbaren Folgen des Krieges hinausreiche. Sie argumentieren, dass Medienberichte inzwischen fast wörtlich jene Szenarien aufgreifen, vor denen sie bereits zuvor gewarnt hätten.

Als Beispiel wird Australien genannt. Dort wird in Medienberichten vor einer möglichen Kraftstoffrationierung gewarnt. Hintergrund sind Sorgen über steigende Nachfrage, Lieferkettenprobleme und die Auswirkungen des Konflikts im Nahen Osten auf die globale Energieversorgung. In der Sendung wird besonders hervorgehoben, dass in einem australischen Bericht sogar von einem möglichen „COVID-2.0-Preisschock“ die Rede sei. Diese Wortwahl sei, so die Interpretation der Moderatoren, kein Zufall, sondern Ausdruck eines bekannten Krisennarrativs.

Nach Einschätzung der in der Sendung zitierten Energieexpertin Samantha Hepburn ist insbesondere die Versorgung mit Flugkraftstoff anfällig, da Australien stark auf kontinuierliche Tankerlieferungen angewiesen sei und nur begrenzte Lagermöglichkeiten habe. Daraus könnten rasch Priorisierungen entstehen: Notfall- und Militärflüge würden bevorzugt, während die kommerzielle Luftfahrt eingeschränkt würde. In der Sendung wird diese Entwicklung als mehr als bloßer Kriseneffekt gelesen. Die entscheidende Frage sei, ob die Situation lediglich Folge des Krieges oder Teil einer tiefergehenden politischen und wirtschaftlichen Neuordnung sei.

Diese Einordnung verbinden die Moderatoren mit dem Begriff des „Great Reset“. Gemeint ist damit die Vorstellung, dass globale Krisen genutzt würden, um tiefgreifende Veränderungen bei Konsum, Mobilität und Wirtschaftsstruktur durchzusetzen. Als Beispiel nennen sie veröffentlichte Konzepte zur Begrenzung von Kurzstreckenflügen. Ob der aktuelle Konflikt absichtlich in diese Richtung wirke oder nicht, spiele letztlich eine untergeordnete Rolle. Entscheidend sei aus ihrer Sicht, dass die gegenwärtige Entwicklung genau diese Konsequenzen hervorzubringen scheine.

Als weiteres Beispiel verweist die Sendung auf Sri Lanka. Dort wurde ein zusätzlicher wöchentlicher Feiertag für den öffentlichen Sektor eingeführt, um Kraftstoff zu sparen. Die Maßnahme wird mit möglichen Engpässen begründet, nachdem die Lage in der Straße von Hormus und die militärische Eskalation im Nahen Osten die Versorgungslage verschärft hätten. Nach Darstellung der Moderatoren ist Sri Lanka damit nur eines von mehreren Ländern in Asien, die bereits konkrete Einspar- und Notfallmaßnahmen ergreifen.

Auch Neuseeland wird genannt. Dort prüfen Regierungsvertreter offenbar alte Notstandsgesetze aus der Zeit der Ölkrise von 1979. Diese Regeln sahen unter anderem vor, dass Autobesitzer an einem bestimmten Tag pro Woche ihr Fahrzeug nicht benutzen durften. Verstöße konnten mit Geldstrafen geahndet werden. Zudem erlaubten die Gesetze Beschränkungen beim Verkauf von Treibstoff. In der Sendung wird dies als Beispiel dafür gewertet, wie Krisen zu neuen oder wiederbelebten Instrumenten staatlicher Kontrolle führen können.

Hinzu kommen konkrete Auswirkungen im Luftverkehr. Nach Angaben aus der Sendung wurden bereits 1.100 Flüge aus dem Angebot gestrichen, unter anderem wegen Problemen bei Preis und Versorgung mit Flugbenzin. Daraus könnten höhere Ticketpreise, zusätzliche Treibstoffzuschläge sowie weitere Flugausfälle und Streichungen resultieren. Langfristig, so die Schlussfolgerung, sei sogar eine direkte Rationierung von Flügen denkbar.

Neben dem Transportsektor rücken auch lokale Versorgungsengpässe in den Blick. Die Sendung verweist auf Berichte aus ländlichen Teilen Australiens, wonach Tankstellen Abgabemengen begrenzen. In einem Fall sei der Verkauf auf 50 Dollar pro Fahrzeug beschränkt worden. Solche Maßnahmen träfen vor allem Regionen hart, in denen Menschen auf längere Fahrten angewiesen seien, etwa um medizinische Versorgung zu erreichen.

Auch Unternehmen melden zunehmenden Druck. Ein australischer Zulieferer aus dem Pharmabereich habe angekündigt, die Preise für Kunden um 15 Prozent anzuheben, nachdem die Seefrachtkosten um 250 Prozent gestiegen seien. Ein Vertreter des Unternehmens verglich die Lage mit dem Beginn der Pandemie: Unsicherheit, fehlende Informationen, unklare Preise und nicht verlässliche Liefertermine prägten erneut den Markt. Genau darin sieht die Sendung die zentrale Parallele zu COVID.

Im letzten Teil der Sendung weitet sich der Blick von Rationierung und Lieferketten auf die Einführung digitaler Zentralbankwährungen aus. Die Moderatoren verweisen auf einen Fernsehbeitrag, in dem die Funktionsweise eines digitalen Dollars erläutert wird. Die dort beschriebenen Vorteile liegen in schnelleren und direkteren Transaktionen, die über Blockchain-Technologie und programmierbare Verträge abgewickelt werden könnten. In der Sendung wird diese Entwicklung jedoch nicht primär als Effizienzgewinn gelesen, sondern als möglicher Ausbau von Kontrolle. Programmierbares Geld könne nicht nur Zahlungen beschleunigen, sondern theoretisch auch bestimmen, was mit Geld gekauft werden dürfe und was nicht.

Genau darin sehen die Moderatoren eine bedenkliche Gleichzeitigkeit: Während sich Engpässe bei Kraftstoff, Lebensmitteln und Energie abzeichneten, würden zugleich technische Systeme vorangetrieben, mit denen sich Transaktionen umfassender überwachen und steuern ließen. Das wirke, so ihre Formulierung, „sehr verdächtig“.

Zum Schluss ruft die Sendung dazu auf, sich auf mögliche weitere Verschärfungen vorzubereiten. Dabei wird auch auf Aussagen von Oberst Douglas MacGregor verwiesen, der empfohlen habe, sich mit notwendigen Medikamenten einzudecken, da künftig auch in diesem Bereich Engpässe drohen könnten. Wie weit sich die Krise ausdehnen werde, sei noch unklar. Die Schlagzeilen der vergangenen Tage deuteten jedoch in eine Richtung, die aus Sicht der Sendung an die Frühphase einer weltweiten Pandemie erinnere: ein Schock, der nicht nur einzelne Branchen, sondern die gesamte Weltwirtschaft erfasst.