Unabhängige Analysen und Informationen zu Geopolitik, Wirtschaft, Gesundheit, Technologie

Shutterstock

Die Regierung steckt mit der mRNA-Impfstoff-Lobby unter einer Decke – und die Amerikaner sollten besorgt sein

Können wir den Gesundheitsbehörden noch vertrauen, wenn die öffentlich-private „Drehtür“ weiterläuft?

Das amerikanische Gesundheitssystem steht vor einem gewaltigen Problem – so gefährlich und zugleich offensichtlich, dass es erstaunlich ist, wie still die Medien dazu bleiben: Unsere Gesundheitsaufsichtsbehörden kollaborieren mit genau der Industrie, die sie eigentlich regulieren sollten.

Robert F. Kennedy Jr. hat den Kampf gegen diese „corporate capture“ – also die Unterwanderung durch Konzerne – zum Herzstück seiner Gesundheitsagenda gemacht. Doch nun droht eine der gefährlichsten Formen dieser Vereinnahmung noch mehr Todesopfer zu fordern als ohnehin schon: Die mRNA-Impfstofflobby treibt eine Entwicklung voran, in der mRNA-Stoffe künftig für alle denkbaren Infektionskrankheiten eingesetzt werden sollen.

Die Hauptakteure hinter dieser Agenda, wie Larry Ellison oder Clay Alspach – einer der einflussreichsten Akteure in der US-Gesundheitspolitik – besitzen enormen Einfluss. Alspach leitet die im November 2023 gegründete Allianz für mRNA-Medikamente (AMM) – ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, als Berichte über massenhafte Todesfälle und Verletzungen durch mRNA-Präparate bekannt wurden. Schon das Selbstverständnis dieser Lobbygruppe, erläutert von Dr. Robert Malone, ist alarmierend:

AMM fordert u. a., dass die Regulierungsbehörden einen speziellen Regulierungsrahmen nur für mRNA entwickeln sollen – was bedeutet, dass für mRNA-Produkte andere (niedrigere) Standards gelten würden als für andere Medikamente. Das wirft gravierende Sicherheitsfragen auf.

Die AMM schreibt:

„Dieses regulatorische Umfeld würde eine kontinuierliche Flexibilität und Geschwindigkeit bei der Entwicklung von mRNA-Impfstoffen und -Therapeutika weltweit ermöglichen.“

Mit anderen Worten: Die mangelnden Sicherheits- und Wirksamkeitstests, die während der Notzulassung von COVID-Impfstoffen umgangen wurden, sollen zur Norm gemacht werden. Vielleicht, weil gründlichere Prüfungen die Risiken zu deutlich machen würden?

Noch schlimmer: Die AMM will eine globale Harmonisierung der Regulierungsbehörden – also eine Angleichung unter einer zentralen Autorität. Das hieße im Klartext: Nationale Behörden verlieren ihre Unabhängigkeit und unterwerfen sich einer industrienahen Struktur. Genau das ist das Gegenteil dessen, was Regulierungsbehörden tun sollten.

Die AMM lobt offen das „hohe Maß an Koordination zwischen Industrie und Regulierungsbehörden“, das die schnelle Verteilung der COVID-Impfstoffe ermöglichte – ein offener Widerspruch zum eigentlichen Zweck von Regulierungsstellen, die der Industrie kritisch gegenüberstehen sollten.

Alspach nutzt seine Rolle als Lobbyist gezielt aus. Zuvor war er Chefberater für Gesundheit im Energie- und Handelsausschuss des US-Repräsentantenhauses – einer der mächtigsten Positionen in der Gesundheitspolitik. Dort war er u. a. an Gesetzen zur Biovorsorge, Arzneimittelsicherheit und medizinischer Forschung beteiligt – also genau an den Bereichen, in denen mRNA-Technologie zum Einsatz kommt. Eine zentrale Frage ist: Wie stark war Alspach an der Vorbereitung der Operation Warp Speed beteiligt?

Auch Peter Marks, früherer Impfchef der FDA, arbeitete mit der AMM zusammen – und sprach auf deren erstem Treffen als Hauptredner, obwohl er offiziell noch Regulierer war.

Der Kampf um die Gesundheit Amerikas

Dr. Malone betont, dass das Vertrauen in mRNA-Impfstoffe durch die Schäden von Operation Warp Speed stark gelitten hat. Als Reaktion darauf startete die mRNA-Lobby eine gezielte Kommunikationskampagne, in der mRNA-Technologie nicht nur gegen Infektionen, sondern auch gegen chronische Krankheiten beworben wird – jene Krankheiten, gegen die sich auch Kennedys „Make America Healthy Again“-Initiative richtet.

Malone nennt Kennedy den „am meisten gefürchteten Gegner“ der mRNA-Lobby – und wohl zu Recht. Doch selbst Kennedy könnte am wachsenden Einfluss dieser Technologie scheitern. Denn die Industrie setzt offenbar auf Druckmittel im Hintergrund.

Wie sonst lässt sich erklären, dass Kennedy als Gesundheitsminister plötzlich Impfungen wie MMR befürwortet – jene Impfstoffe, die er früher vehement kritisiert hatte? Noch kurz zuvor sagte er bei Fox News, dass der Masernimpfstoff jedes Jahr Todesfälle verursache und „alle Symptome der Krankheit selbst“ auslöse. Wenige Wochen später unterstützte er dieselben Impfstoffe öffentlich auf X.

Am Ende liegt es an jedem Einzelnen, sich unabhängig zu informieren – über Medikamente, Impfstoffe und Therapien. Wegen der engen Verflechtung zwischen Konzernen und Regulierungsbehörden müssen wir kritische Stimmen ernst nehmen – nicht nur die offiziellen. Was sind ihre Erfahrungen? Wie fundiert sind ihre Argumente? Wurden ihre Aussagen bestätigt?

In einer Zeit, in der Menschen als „Desinformanten“ diffamiert werden, nur weil sie Wahrheit suchen und verbreiten wollen, müssen wir unbeirrt weiter danach streben – und dürfen nicht aufhören, sie auszusprechen.