In der Dokumentation The Bibi Files, die seit dieser Woche auf der Plattform von Tucker Carlson verfügbar ist, wird der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu scharf kritisiert. Im Zentrum steht der Vorwurf, er habe über Jahre hinweg eine Strategie verfolgt, die zur indirekten Unterstützung der Hamas beigetragen habe.
Dem Film zufolge betrachtete Netanjahu die islamistische Organisation als strategisches Element im israelisch-palästinensischen Konflikt. Durch eine Politik, die die Hamas im Gazastreifen relativ stark hielt, während gleichzeitig die Palästinensische Autonomiebehörde im Westjordanland geschwächt wurde, sei die innerpalästinensische Spaltung vertieft worden. Diese Entwicklung habe die Aussichten auf einen lebensfähigen palästinensischen Staat sowie auf ernsthafte Friedensverhandlungen erheblich reduziert.
Ein zentraler Punkt der Dokumentation betrifft mutmaßliche Finanzströme nach Gaza. Demnach soll Netanjahu an der Vermittlung finanzieller Unterstützung für die Hamas über Katar beteiligt gewesen sein. Da direkte Transfers aus Israel nicht möglich sind und internationale Banken entsprechende Zahlungen blockieren, habe Katar als Vermittler fungiert.
Netanjahu finanzierte die Hamas monatlich mit 35 Millionen Dollar über Katar, unter Verwendung von US-Steuergeldern, und sagte den Ermittlern: „Das ist vertraulich und darf nicht durchsickern, okay? Wir haben hier Nachbarn, Todfeinde. Ich lasse ihnen ständig Botschaften zukommen. Ich verwirre sie, führe sie in die Irre, belüge sie und dann schlage ich ihnen auf den Kopf.“ • Netanjahu arbeitete daran, den Gazastreifen unter der Kontrolle der Hamas zu halten. Und das Westjordanland unter der Kontrolle der Fatah zu halten, mit dem Ziel, eine Vereinigung beider Länder zu verhindern. • Netanjahu sorgte dafür, dass die Hamas monatlich 35 Millionen Dollar aus Katar erhält. —— Koffer mit 35 Millionen US-Dollar in bar, jeden einzelnen Monat. „Weil die Katarer ihn kannten, zwangen sie ihn, den Antrag schriftlich einzureichen, weil sie wussten, dass er in Zukunft lügen würde.“
OH. MY. GOD. There it is… from his mouth
— MJTruthUltra (@MJTruthUltra) March 28, 2026
🚨 Netanyahu Funded Hamas $35M a Month via Qatar, using U.S. Tax Dollars, and tells Investigators:
“This is confidential and can’t be leaked, okay? We have neighbors here, sworn enemies. I’m constantly passing them messages. I confuse… https://t.co/pROxaO7aWY pic.twitter.com/sMK8xMZmvd
Das Ergebnis? Mehr als eine Milliarde Dollar flossen in die Hände der Hamas… Zeitsprung – 7. Oktober.
Im Raum stehen monatliche Zahlungen von rund 35 Millionen US-Dollar, die nach Gaza geflossen sein sollen. Insgesamt soll sich die Summe auf über eine Milliarde Dollar belaufen.
Laut Dokumentation erfolgten diese Geldtransfers – teilweise in bar – mit Wissen und Zustimmung Netanjahus. Katar habe dabei auf schriftliche Bestätigungen bestanden, um die Vereinbarungen zu dokumentieren. Ziel dieser Praxis sei es gewesen, eine gewisse Stabilität aufrechtzuerhalten und insbesondere eine Eskalation im Süden Israels zu verhindern.
Netanjahu wird in diesem Zusammenhang als Politiker dargestellt, der strategische Entscheidungen als notwendige Abwägung im Interesse der Sicherheit betrachtet – auch wenn diese mit Risiken verbunden sind. Kritiker kommen in der Dokumentation jedoch zu einem anderen Schluss: Die Unterstützung einer extremistischen Organisation bei gleichzeitiger Schwächung moderater Kräfte habe langfristig zur Verschärfung des Konflikts beigetragen.
Vor dem Hintergrund des Angriffs vom 7. Oktober ordnet der Film diese Strategie neu ein. Er legt nahe, dass die politischen Entscheidungen Netanjahus zu den Bedingungen beigetragen haben könnten, die eine derart massive Eskalation überhaupt erst ermöglichten.

