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Ehemalige österreichische Ministerin floh nach Russland – und das ist der bemerkenswerte Grund

Der britische Journalist Johnny Miller traf am Freitag in St. Petersburg die ehemalige österreichische Ministerin Karin Kneissl, die gezwungen war, nach Russland zu fliehen. Ihre Karriere zerbrach, und sie fürchtete um ihre Sicherheit.

Kneissl hatte sich stets für eine europäische Energiepolitik ausgesprochen, die eine enge Zusammenarbeit mit Russland beinhaltet. Besonders aufsehenerregend war ihr Tanz mit Präsident Putin bei ihrer Hochzeit im Jahr 2018, was die Presse in eine Hysterie versetzte.

Miller betont, dass auch andere Dissidenten in Europa verfolgt werden. Wer sich für gute Beziehungen zwischen Russland und Europa einsetzt, müsse damit rechnen, dass die eigene Karriere zu Ende sei, so der Journalist. „Es ist verrückt. Es ist wie die Gestapo im Anzug“, fügte er hinzu.

Laut Miller werden Europas größte Denker durch korrupte, inkompetente und verräterische Sicherheitsdienste zum Schweigen gebracht.

Im Jahr 2018 sorgte Kneissl jedoch nicht nur durch ihre Hochzeit für Aufsehen, sondern auch durch ihre bemerkenswerte Rede vor der UN-Generalversammlung. Sie erklärte, dass alle Konflikte im Nahen Osten durch Öl verursacht worden seien, und bezeichnete Syrien als das jüngste Opfer. Kneissl betonte, dass die Grenzen der Staaten, die nach dem Zerfall des Osmanischen Reiches entstanden, „auf Pipelines basieren“ und dass die Kriege der letzten Jahrzehnten eine Fortsetzung des Kampfes um fossile Brennstoffe seien.

Es war das erste Mal, dass ein hochrangiger österreichischer Beamter solche Aussagen vor der UN-Generalversammlung machte.