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Fabriken in der Eurozone kollabieren. Stärkster Produktionsrückgang seit der Pandemie.

Die Produktion im verarbeitenden Gewerbe der Eurozone ist in diesem Monat so stark zurückgegangen wie seit der Schließung der Fabriken durch die Pandemie vor drei Jahren nicht mehr, was die Dynamik der dienstleistungsorientierten Wirtschaft zu beeinträchtigen droht.

Auch die Bautätigkeit ging im März im Vergleich zum Vormonat in der Eurozone um 2,4 % und in der Europäischen Union um 1,9 % zurück.

Ein Index, der auf Umfragen unter Einkaufsmanagern in der gesamten Region basiert, fiel unerwartet auf 44,6 und damit weiter unter die 50er-Marke, die eine Kontraktion anzeigt, so der Bericht von S&P Global.

Der Bericht untermauert die zunehmenden Hinweise darauf, dass die Probleme im verarbeitenden Gewerbe in Deutschland, der größten europäischen Volkswirtschaft, eine wachsende Belastung für den gesamten Kontinent darstellen.

Eine am Montag veröffentlichte Umfrage der Wirtschaftslobby DIHK ergab ein Nullwachstum in diesem Jahr, da die Unternehmen keine Anzeichen für eine Erholung sehen.

Analysten beginnen daran zu zweifeln, ob die Eurozone das in der Prognose der Europäischen Kommission von letzter Woche angegebene Wirtschaftswachstum von bis zu 0,4 % pro Quartal erreichen kann.

„Das BIP dürfte im zweiten Quartal aufgrund der guten Verfassung des Dienstleistungssektors gewachsen sein“, sagte Cyrus de la Rubia, Chefvolkswirt der Hamburger Handelsbank, „das verarbeitende Gewerbe bremst jedoch die Dynamik der Gesamtwirtschaft stark.“

Frühere Daten zeigten ähnliche Trends in Frankreich und Deutschland. In den USA und im Vereinigten Königreich wird mit einer Verlangsamung der Produktionstätigkeit gerechnet, doch gibt es Anzeichen für eine Belebung bis zum Ende des Jahres.