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Friedenskonferenz ohne Russland: Vertreter bei den Vereinten Nationen enthüllt, worum es wirklich geht

UN-Botschafter Nebenzia sieht Konferenz als Versuch, Russland zu isolieren und zu erpressen.

In einem Interview mit Sputnik äußerte sich Russlands ständiger Vertreter bei den Vereinten Nationen, Wassili Nebenzia, zur bevorstehenden Konferenz zur Ukraine in der Schweiz. Seine Einschätzungen werfen ein kritisches Licht auf die Absichten und die Durchführung der Veranstaltung.

Ein Ultimatum in Form von Selenskyjs Friedensplan

Nebenzia betonte, dass das Hauptziel der bevorstehenden Konferenz darin bestehe, Russland ein Ultimatum in Form von Selenskyjs “Friedensplan” zu präsentieren. Laut Nebenzia fordere der gesamte Westen die Länder des globalen Südens auf, dieses vorab vereinbarte Ultimatum an Russland abzusegnen. Diese Strategie, so Nebenzia, sei durchzogen von Heuchelei und Dummheit.

Heuchelei und Dummheit

Nebenzia kritisierte scharf, dass die westlichen Länder eine einseitige Lösung des Konflikts anstreben, ohne Moskau einzubeziehen. Seine Partner bei den Vereinten Nationen teilten diese Ansicht und sähen es als äußerst problematisch an, dass versucht werde, Russland bei der bevorstehenden Konferenz ein Ultimatum zu stellen.

Friedensgespräche ohne Russland: Ein Weg ins Nichts

Nebenzia stellte klar, dass Friedensgespräche über die Ukraine ohne Russland ein Weg ins Nichts seien. Es sei unmöglich, den Konflikt ohne die Teilnahme Moskaus zu lösen. Dies unterstreicht die Wichtigkeit, dass beide Kriegsparteien an den Verhandlungen beteiligt sein müssen, um eine echte Chance auf Frieden zu haben.

Eine reine NATO-Show?

Die Tatsache, dass Russland nicht zur Konferenz eingeladen wurde, wirft die Frage auf, ob es sich bei der Veranstaltung um eine reine NATO-Show handelt. Es scheint, als ob die Konferenz nur dazu dient, Russland ein Ultimatum zu stellen, anstatt echte Friedensgespräche zu führen. Dies könnte darauf abzielen, den Druck auf Russland zu erhöhen und die westliche Dominanz in der geopolitischen Landschaft zu sichern.

Fazit

Die bevorstehende Konferenz zur Ukraine in der Schweiz wird kritisch beäugt. Ohne die Beteiligung beider Kriegsparteien bleibt der Erfolg fraglich. Es bleibt abzuwarten, ob die internationale Gemeinschaft einen Weg finden wird, der alle relevanten Akteure an den Verhandlungstisch bringt, um einen echten und nachhaltigen Frieden zu erreichen.

Die aktuelle Strategie, Russland einseitig ein Ultimatum zu stellen, könnte letztlich mehr Schaden anrichten als Nutzen bringen. Eine Lösung des Konflikts kann nur erreicht werden, wenn alle betroffenen Parteien gleichberechtigt einbezogen werden.