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Friedliche Proteste sind Zeit- und Energieverschwendung

Paul Craig Roberts

Werden die Demonstranten jemals lernen, dass friedliche Proteste nicht funktionieren, wenn die Regierungen sich nicht darum kümmern, was die Menschen denken, und wenn sie private Interessen vertreten und nicht das Volk? Die Proteste, die funktionieren, sind die gewalttätigen Proteste von Black Lives Matter und der Antifa.

Es scheint, dass bereits eine Zehntelmillion Menschen im Gazastreifen getötet oder verstümmelt wurden durch den von den USA finanzierten und militärisch unterstützten israelischen Völkermord an den Überresten der palästinensischen Bevölkerung, einem Volk, das seit 1947 Stück für Stück von seinem Land und aus seinen Dörfern vertrieben wurde.

Dieses Mal ist die Gewalt massiv, und nur die Huthis, ein armes Volk im Jemen, das jahrelang die von Washington inspirierten Angriffe Saudi-Arabiens überlebt hat, haben den Palästinensern die Hand gereicht.

Der „zivilisierte Westen“ reagierte auf den israelischen Völkermord an den Palästinensern, indem er seine Beiträge an das UN-Hilfswerk für die Palästinenser strich. Infolgedessen sind nun 1.000.000 Palästinenser vom Hungertod bedroht, da Israel die Lieferung von Lebensmitteln und Medikamenten blockiert, die Wasserversorgung, Krankenhäuser und Abwasserentsorgung lahmgelegt hat und beabsichtigt, alle überlebenden Palästinenser nach Ägypten abzuschieben.

Und was hören wir von den Regierungen des „großen moralischen Westens“?

Wir hören vom Recht Israels auf „Selbstverteidigung“. Die westlichen Regierungen, unmoralisch bis zum Gehtnichtmehr und allesamt israelfreundlich, haben den Völkermord zur Selbstverteidigung umdefiniert. Die Bürger des Westens wurden über Jahrzehnte und Generationen so erfolgreich mit israelischer Desinformation gefüttert, dass die Unterwürfigkeit der westlichen „Demokratien“ gegenüber Israel in dem kleinen Teil der Welt, der als Westen gilt, unbemerkt bleibt.

Nicht aber im Rest der Welt. Die Vereinigten Staaten und Israel haben den Status von Parias erreicht, von Agenten des Satans.

Warum schaut der Rest der Welt trotz dieser Erkenntnis der Vernichtung eines Volkes zu, so wie die Römer zur Belustigung den Löwen zusahen, die die Christen im Kolosseum verschlangen? Russland, China, der Iran und der Rest der Welt, mit Ausnahme Südafrikas, das Israel vor den Internationalen Gerichtshof gebracht hat, haben keinen Finger gerührt, um den Palästinensern zu helfen. Washington protestiert angeblich dagegen, liefert aber weiterhin Waffen an Israel.

Und das, obwohl die Regierungen Russlands, Chinas und Irans wissen, dass sie das eigentliche Ziel sind.

Israel und die Neokonservativen wollen den Iran zerstören, damit „Dschihadisten“ in die Russische Föderation eindringen und China sein Öl entziehen. Es ist wie in Japan in den 1930er-Jahren, aber die betroffenen Länder tun nichts.

Wenn Putin, Xi und die Iraner glauben, sie könnten den Konflikt aussitzen, dann irren sie sich. Man kann keinen Konflikt aussitzen, der sich gegen einen selbst richtet.