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Gold strahlt, während bei Private Equity die Lichter ausgehen

Matt Piepenburg

Gehen bei Private Equity die Lichter aus? Und was hat das mit Gold zu tun? Die Antworten auf diese Fragen werden immer schwerer zu ignorieren.

Wer den Anstieg des Goldpreises im Kontext makroökonomischer Kräfte versteht – sprich: historisch beispiellose Verschuldung, Überangebot und Nachfragemangel bei US-Staatsanleihen und der daraus resultierende Anstieg bei Anleiherenditen / Kreditkosten –, der kann auch die Entwicklungen in anderen Anlageklassen, wie Private Equity (PE), aus einer nüchternen Perspektive betrachten.

Gehen bei Private Equity die Lichter aus?

Wie in allen Finanznischen gibt es auch hier die Guten, die Schlechten und die Hässlichen. Im ganzen Land wurden viele PE-Firmen zu Recht dafür gelobt, dass sie anständige Unternehmen zu fairen bis unfairen (oder sogar aufgeblähten) Bewertungen gekauft haben und den Eigentümern der Unternehmen (vom Schuhgeschäft über Einkaufsketten bis zur Biotech-Firma) profitable „Exits“ und den PE-Investoren solide Renditen beschert haben.

Als die Zinsen niedrig waren und das Geld billig floss, boomte die PE-Sparte, in der es – neben guten und schlechten Akteuren – auch eine unstrittig solide Gewinnlage gab. Der Cambridge Associates US Private Equity Index erzielte in den letzten 25 Jahren eine annualisierte Nettorendite von 12,77%.