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Löwstedt/SvD/TT

In Schweden landen immer wie mehr Menschen wegen der Impfung auf der Intensivstation

Immer mehr Menschen in Schweden, die über 65 Jahre alt sind und auf die Intensivstation kommen, wurden angeblich vorher geimpft. Tatsächlich haben die meisten der über 65-Jährigen, die derzeit wegen Corona auf der Intensivstation des Universitätskrankenhauses Uppsala behandelt werden, laut P4 Uppland bereits ihre erste Spritze bekommen. Die Nachricht verbreitete sich wie ein Lauffeuer im Internet.

Chefarzt Magnus von Seth sagte der Zeitung Aftonbladet, dass diese Menschen noch nicht ihre zweite Dosis bekommen haben und daher noch nicht vollständig geschützt sind. Er fügte hinzu, dass auch Menschen, die teilweise geimpft sind, krank werden und auf der Intensivstation landen können. Von Seth sagte, dass die Situation auf anderen Intensivstationen in Schweden die gleiche ist: Es kommen immer mehr Corona-Patienten, die bereits geimpft wurden.

Göran Karlström, Chefarzt am Hauptkrankenhaus in Karlstad, sagte, dass im Prinzip jeder Schwede über 65 mindestens eine Impfung erhalten hat und es daher „nicht überraschend“ ist, dass die Mehrheit der über 65-Jährigen, die auf der Intensivstation landen, geimpft wurden.

Er fügte hinzu, dass „kein Impfstoff zu 100 Prozent wirksam ist“. Wenn zum Beispiel ein Impfstoff zu 90 Prozent wirksam ist, bedeutet das, dass neun von zehn Personen geschützt sind, aber eine von zehn Personen nicht und „das bedeutet, dass man einfach krank werden kann“.

Ärzte und Forscher wissen nicht, ob der Krankheitsverlauf bei Menschen, die trotz Impfung auf die Intensivstation kommen, anders aussieht. Es wird wahrscheinlich noch Monate dauern, bis wir dazu etwas sagen können, sagt Karlström.