Man kann es kaum übersehen: Überall tauchen Werbespots für das Verteidigungsministerium auf. Doch eines sticht ins Auge – während Menschen mit Migrationshintergrund heute in fast jeder Werbekampagne präsent sind, scheinen sie ausgerechnet in den Rekrutierungskampagnen der Armee zu fehlen.
„Diese Verteidigungsanzeigen sieht man mittlerweile überall. Und ganz ehrlich: Es sieht so aus, als würden sie gezielt nach jungen, blonden Mädchen suchen!“, schrieb die Sängerin und Songschreiberin Nicky Monreau auf X. Ihr Kommentar ging viral, bekam zahlreiche Likes. „Kriegspropaganda – fallt nicht darauf rein! Ihr wollt doch nicht als Kanonenfutter im Iran oder in der Ukraine enden“, warnte Monreau weiter.
Overal duiken advertenties op van #Defensie. Zo te zien zoeken ze vooral jonge, blonde meiden!
— Nicky (@nickynicky78) July 24, 2025
Oorlogspropaganda… trap er niet in! Je wilt toch zeker geen kanonnenvoer worden in #Iran of #Oekraïne! pic.twitter.com/K2T9K3Kgy4
„Ist mir auch aufgefallen“, antwortete die medizinische Beraterin Wendy Mittemeijer. „Cool – jung und hübsch. Alles Freundinnen von Amalia? Ich glaube, sie trainieren jetzt auf Kreta.“
Auch der Neurologe Jan Bonte äußerte sich kritisch: „Normalerweise sehe ich in den Informationskampagnen der Regierung fast nur Einwanderer, Exoten und Farbige – wohl als praktischer Ausdruck von Vielfalt und Inklusivität. Aber diese neue Kampagne wirkt verdächtig rassistisch und wie eine beschämende Form der Ausgrenzung.“
Bonte kommentiert weiter: „Offenbar sind die ‚Woken Kriege‘ eine exklusive Party weißer Frauenmänner.“
Noch deutlicher wird Brian Geertshuis, Fraktionsvorsitzender der FVD in Hengelo: „In jeder beschissenen Werbung sehe ich nur Menschen mit Hautfarbe. Aber sobald Kugeln fliegen, finde ich in dieser neuen Propagandakampagne keine einzige Fatima und keine einzige Brokkolifrisur. Wieder einmal – außergewöhnlich.“


