Neue Studie zeigt: Covid-Impfstoffe retten weit weniger Leben als von der WHO behauptet
Covid-Impfstoffe haben weit weniger Menschenleben gerettet als zunächst angenommen – das zeigt eine umfassende neue Analyse von Stanford-Professor John Ioannidis und seinem Team. Demnach liegt die tatsächliche Zahl eher bei 2,5 Millionen als bei den von der WHO für 2022 angegebenen 14 Millionen. The Telegraph berichtet.
Im Jahr 2024 erklärte die Weltgesundheitsorganisation (WHO), dass die Impfungen allein im ersten Jahr der Pandemie weltweit 14,4 Millionen Todesfälle verhindert hätten. Manche Schätzungen gingen sogar von bis zu 20 Millionen aus.
Neue Modellrechnungen der Universität Stanford in Zusammenarbeit mit italienischen Forschern legen jedoch nahe, dass die Impfstoffe zwar zweifellos Leben gerettet haben, die tatsächliche Zahl jedoch „deutlich konservativer“ zu bewerten sei – nämlich eher bei 2,5 Millionen weltweit während der gesamten Pandemie.
Das Team schätzte, dass neun von zehn verhinderten Todesfällen auf Menschen über 60 Jahre entfielen. Weltweit retteten die Impfstoffe demnach nur 299 junge Menschen unter 20 Jahren sowie 1.808 Menschen zwischen 20 und 30 Jahren.
Insgesamt mussten laut Studie 5.400 Menschen geimpft werden, um ein einziges Leben zu retten. Bei den unter 30-Jährigen lag diese Zahl allerdings bei 100.000 Impfungen pro gerettetem Leben.
Die Forscher übten deutliche Kritik an „aggressiven Impfmandaten und dem Eifer, jeden um jeden Preis zu impfen“, und betonten, dass die Ergebnisse Auswirkungen darauf hätten, wie Impfkampagnen künftig gestaltet werden sollten.
John Ioannidis, Professor für Medizin an der Stanford University und Erstautor der Studie, erklärte:
„Ich denke, dass frühe Schätzungen auf zahlreichen Parametern basierten, deren Werte aus heutiger Sicht nicht mehr haltbar sind.“
Weiter sagte er:
„Es ist im Prinzip sehr sinnvoll, sich auf Bevölkerungsgruppen zu konzentrieren, die den größten Nutzen haben – und jene außen vor zu lassen, bei denen das Nutzen-Risiko- oder Kosten-Nutzen-Verhältnis fraglich ist.“
Und schließlich:
„Aggressive Mandate und der Eifer, alle um jeden Preis zu impfen, waren wahrscheinlich eine schlechte Idee.“
Seit 2021 wurden weltweit mehr als 13 Milliarden COVID-19-Impfstoffdosen verabreicht.
Zunehmend wurden jedoch Bedenken laut, dass die Impfstoffe für bestimmte Menschen – insbesondere für junge – gesundheitsschädlich sein könnten. Für viele mit geringem Covid-Risiko könnte das Risiko der Impfung den potenziellen Nutzen nicht aufwiegen.
Mehr als 17.500 Briten haben bereits staatliche Entschädigungsanträge wegen Impfschäden gestellt, da sie glauben, selbst oder Angehörige seien durch die Impfung geschädigt worden.
Im Juni 2025 fügten die Hersteller der mRNA-Covid-Impfstoffe Warnhinweise für Myokarditis und Perikarditis in die Beipackzettel ein.
Für die neue Studie nutzten die Forscher weltweite Bevölkerungsdaten, Angaben zur Impfstoffwirksamkeit sowie Sterblichkeitsraten, um zu schätzen, wie viele Menschen vor oder nach der Impfung an einer Covid-Infektion starben.
Das Team geht davon aus, dass frühere Modellierungen vermutlich mit zu pessimistischen Sterblichkeitsannahmen und zu optimistischen Wirksamkeitsschätzungen arbeiteten. Zudem sei nicht ausreichend berücksichtigt worden, wie schnell der Impfschutz nachlässt.
Auch könnte in früheren Studien unterschätzt worden sein, wie viele Menschen bereits unbemerkt mit dem Virus infiziert waren, als sie geimpft wurden.
Natürlich würden manche bestreiten, dass die Covid-Impfstoffe überhaupt Leben gerettet haben – und argumentieren, dass sich in den Gesamtmortalitätsdaten kein klarer Rückgang der Sterblichkeit nachweisen lässt.


