Harriet Williamson
Überlebende Palästinenser sollen in den kommenden Wochen im Rahmen eines vom „Board of Peace“ unter Führung von US-Präsident Donald Trump geleiteten Plans in eingezäunte „humanitäre Schutzzonen“ im Gazastreifen gebracht werden. Dies berichtet eine israelische Zeitung.
Dadurch soll es den Israelischen Verteidigungsstreitkräften (IDF) ermöglicht werden, weitere Teile des Gazastreifens zu besetzen und „ihren Griff auf Gebiete jenseits der gelben Linie zu vertiefen“, berichtete Israel Hayom am Dienstag.
NEW: Israel is preparing to begin moving Palestinians into CONCENTRATION CAMPS in Gaza within weeks.
— Suppressed News. (@SuppressedNws1) July 2, 2026
According to Israel Hayom, unarmed civilians would be directed into a fenced camp in Tel al Sultan near Rafah, while a foreign force operating under the Trump administration’s… pic.twitter.com/066X7bgAMO
Der Plan wurde in den sozialen Medien scharf kritisiert. Die Historikerin Assal Rad schrieb auf X:
„Sie bauen Konzentrationslager.“
Im Rahmen eines Pilotprojekts sollen unbewaffnete Zivilisten zunächst in eine erste Zone in Tel al-Sultan nahe Rafah gebracht werden – ein Gebiet, das vom israelischen Militär systematisch zerstört wurde.
Die Palästinenser in den Lagern sollen unter der Kontrolle multinationaler Truppen stehen – der sogenannten International Stabilisation Force (ISF) des Board of Peace. Der Erhalt von Lebensmitteln und humanitärer Hilfe soll an diese Kontrolle geknüpft werden.
Vertreter des Board of Peace hätten laut Israel Hayom zugesagt, dass in diesen Gebieten kein Beton für den Wiederaufbau des Gazastreifens bereitgestellt werde.
Ein Stützpunkt für die ausländischen Truppen sei bereits errichtet worden. Zudem habe das Board of Peace bereits mit der Auswahl von Standorten für große Logistiklager begonnen, über die die Versorgung und Verwaltung der Lager organisiert werden soll.
Israel Hayom bezeichnete den Plan als eine „Zangenbewegung“: Während die israelische Armee schrittweise weitere Gebiete unter Kontrolle der Hamas einnehme, solle das Board of Peace gleichzeitig die Zivilbevölkerung von der Hamas trennen.
Der Plan deckt sich mit zuvor durchgesickerten Dokumenten, in denen von einer „überwachten, durch Kontrollpunkte gesicherten Planstadt“ die Rede ist. Laut Drop Site News soll diese die Palästinenser in ein System zwingen, das einem „israelischen Panoptikum“ gleichkomme.
Die israelischen Militäroperationen im Gazastreifen dauern trotz des im Oktober 2025 in Kraft getretenen Waffenstillstands an. Nach Angaben des Artikels habe Israel die Waffenruhe tausendfach verletzt und dabei mehr als 1.000 Palästinenser, darunter Kinder, getötet.
🔴»Sie denken, Sie sind vorbereitet, aber nichts bereitet Sie auf Gaza vor. Ich mache das seit 30 Jahren.« Renee Van de Weerdt, Vertreterin der WHO ist sichtlich schockiert. pic.twitter.com/NWuaDeAX26
— Don (@Donuncutschweiz) July 3, 2026


