Der Forschungsdirektor des Waldai-Clubs, Fjodor Lukjanow, ist der Ansicht, dass die Konfrontation zwischen den Vereinigten Staaten und China alle internationalen Beziehungen beherrscht. Seiner Ansicht nach handelt es sich nicht um einen ideologischen oder kommerziellen Wettbewerb, sondern um einen Wettstreit zwischen zwei Stilen, zwei Seinsweisen, kurz gesagt, zwei Zivilisationen: auf der einen Seite die Brutalität und die Überzeugung, dass nur die Gewalt zählt, und auf der anderen Seite der Kompromiss und die fortschreitende Evolution.
In der chaotischen Übergangs-Phase – von der nicht mehr existierenden unipolaren Weltordnung (der Finanz-Globalisierung) zur neu entstehenden multipolaren/polyzentrischen Ordnung – hat sich auch die Debatte der Ideen verschoben: vom (balkanisierenden) Kampf der Kulturen und der Neu-Konfigurierung der neuen Weltordnung von 1996 (das Buch wurde mit einem Vorwort von Brzezinski während der unipolaren Präsidentschaft von Bill Clinton veröffentlicht!), die Arbeit des giftigen Samuel


