Eine neue Studie aus der italienischen Region Emilia-Romagna, veröffentlicht am 3. November 2025, stellt zentrale Elemente der offiziellen Covid-Kommunikation infrage. Die Forschungsarbeit untersucht den sogenannten „case counting window bias“ – eine Regel, wonach eine Person erst 14 Tage nach der Impfung als „geimpft“ gilt. Bis dahin wird sie in den Daten weiterhin als „ungeimpft“ geführt.
Was wie ein Detail wirkt, entpuppt sich als massive statistische Verzerrung mit politischen Folgen.
Der zentrale Befund: Frühe Todesfälle nach der Impfung wurden automatisch als „ungeimpft“ gezählt
Die Analyse zeigt:
- Wenn jemand kurz nach der Impfung starb,
- wurde dieser Todesfall systematisch der Gruppe der „Ungeimpften“ zugeschrieben — und nicht den Geimpften.
Die Forscher weisen darauf hin, dass diese Klassifizierungslogik:
- die Sterblichkeit der Ungeimpften künstlich erhöht,
- und gleichzeitig die Sterblichkeit der Geimpften künstlich senkt.
Die Konsequenz:
Ein verzerrtes Bild der Realität.
Sterblichkeitskurven, die während der Pandemie als Grundlage politischer Entscheidungen dienten, könnten dadurch falsch interpretiert worden sein.
Der statistische „Nachhall“: Warum die Kurven nicht sofort zurückfallen
Besonders auffällig ist ein Muster:
Nach großen Impfwellen zeigte sich in den Daten ein anhaltender, ungewöhnlicher Anstieg der Sterblichkeit in der Gruppe der „Ungeimpften“, der:
- nicht sofort abfiel,
- sondern über Wochen bestehen blieb,
- obwohl die Zahl der tatsächlichen Ungeimpften im gleichen Zeitraum schrumpfte.
Die Autoren führen dies primär auf die Fehlklassifizierung zurück:
Viele Menschen, die bereits geimpft waren, wurden weiterhin als „ungeimpft“ geführt, solange die 14-Tage-Regel lief.
Dieses Muster fand sich in mehreren Altersgruppen wieder.
Warum das brisant ist: Der Bias ist methodisch – und überall möglich
Die Forscher bleiben wissenschaftlich nüchtern, aber ihre Analyse hat weitreichende Implikationen:
- Der Bias entsteht immer, wenn Studien oder Behörden den Impfstatus erst nach 14 Tagen als gültig definieren.
- Er ist kein italienisches Sonderproblem, sondern ein grundsätzliches methodisches Problem, das weltweit auftreten kann.
- Überall dort, wo dieselben 14-Tage-Definitionen genutzt wurden, kann dieselbe Verzerrung auftreten.
Die Studie selbst nennt keine Länder.
Sie betont jedoch, dass dieser Bias strukturell ist — ein „Designfehler“.
Damit steht im Raum:
Es ist möglich, dass viele nationale Covid-Statistiken dieselbe Verzerrung enthielten.
Kontext: Warum dieser Bias politisch so wirkmächtig war
Während der Pandemie wurden weltweit Sterblichkeitsdaten eingesetzt, um politischen Druck aufzubauen:
- Ungeimpfte seien „gefährlicher“
- Ungeimpfte hätten „höhere Sterblichkeit“
- „Die Ungeimpften verursachen volle Intensivstationen“
Wenn jedoch frühe Todesfälle nach Impfung automatisch als ungeimpft verbucht wurden, ergibt sich ein neues Bild:
Die Daten, auf denen viele Narrative beruhten, waren verzerrt — strukturell und systembedingt.
Dies bedeutet nicht, dass Regierungen oder Behörden bewusst manipuliert hätten.
Die Studie behauptet es nicht.
Aber:
Der Bias wirkte politisch in eine Richtung – und diese Richtung passte sehr gut zur offiziellen Kommunikation.
Die fehlerhafte Zählweise lieferte die Grundlage für Kampagnen gegen Ungeimpfte.
Statistiken müssen neu geprüft werden
Die neue Studie aus Emilia-Romagna verlangt nach einer politischen und wissenschaftlichen Aufarbeitung:
- Wurde dieser Bias in anderen Ländern ebenfalls verwendet?
- Wie stark hat er Sterblichkeitsdaten global verzerrt?
- Wie viele Studien, die in Medien, Politik und Wissenschaft breit zitiert wurden, müssen neu bewertet werden?
Eine Frage drängt sich auf:
Wie viel von der sogenannten „Pandemie der Ungeimpften“ war das Ergebnis eines statistischen Konstruktionsfehlers?


