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Südkoreaner die keinen Impfpass vorweisen können, dürfen nicht zur Arbeit und keine Geschäfte betreten

Südkoreaner die keinen Impfpass vorweisen können, dürfen nicht zur Arbeit und keine Geschäfte betreten

Die südkoreanische Regierung hat angekündigt, dass sie von den Menschen im Land verlangen wird, einen Impfpass zu verwenden. Jeder Koreaner, der keinen Impfpass hat, wird nicht in der Lage sein, zur Arbeit zu gehen und Geschäfte zu betreten.

Der südkoreanische Premierminister Chung Sye-kyun kündigte am Dienstag, 30. März, an, dass die Regierung bis Ende April eine Smartphone-Anwendung einführen wird, die den Impfstatus einer Person anzeigt.

„Die Einführung eines Impfpasses oder eines ‚grünen Passes‘ wird nur denjenigen, die geimpft wurden, die Möglichkeit geben, die Wiederherstellung ihres täglichen Lebens zu erfahren“, sagte Chung während eines ressortübergreifenden Treffens bezüglich der Reaktion der Regierung auf das Coronavirus.

Laut Chung ist die Impfpass-App bereits entwickelt worden. Sie wird die Blockchain-Technologie nutzen, um Einzelpersonen vor einem möglichen Identitätsdiebstahl zu schützen.

Rund 850.000 Menschen in Südkorea haben mindestens eine Dosis des Coronavirus-Impfstoffs erhalten, seit die Massenimpfkampagne des Landes Ende Februar begann. Das Land hat geplant, bis Ende Juni 12 Millionen Menschen vollständig zu impfen und bis November eine Herdenimmunität zu erreichen.

Am Donnerstag, den 1. April, hat Südkorea seine Impfkampagne erweitert und mit der Impfung von Menschen im Alter von 75 Jahren und älter begonnen. Menschen, die sich für die Einführung des Impfstoffs angemeldet haben, werden den von Pfizer und BioNTech entwickelten Impfstoff erhalten.

Die Zurückhaltung der Koreaner gegenüber der Impfung ist gering: Mehr als 86 Prozent der 3,5 Millionen Menschen, die für die Impfung infrage kommen, gaben an, dass sie sich impfen lassen wollen.

Koreanisches Unternehmen entwickelt Impfpass für internationale Reisen

KT, Südkoreas größtes Telekommunikationsunternehmen, gab am Donnerstag bekannt, dass es einen Coronavirus-Pass für Südkoreaner entwickeln wird, die ins Ausland reisen wollen.

Dieser Impfpass, bekannt als digitaler Gesundheitspass“, wird zusammen mit anderen Coronavirus-bezogenen technischen Dienstleistungen in Zusammenarbeit mit der Incheon International Airport Corporation und dem Inha University Hospital entwickelt.

Laut KT wird jeder, der ins Ausland reisen möchte, ein bestimmtes Krankenhaus aufsuchen, um einen Coronavirus-Test zu erhalten. Wenn das Testergebnis negativ ist, wird die Ausreise genehmigt. Das Testergebnis wird auch auf eine Smartphone-App hochgeladen, die den digitalen Gesundheitspass ausstellt, der sowohl am Incheon International als auch an jedem anderen Flughafen verwendet werden kann.

KT informierte auch, dass diese Smartphone-App auch in der Lage sein wird, andere elektronische Dokumente zu tragen, die für die Einreise in bestimmte Länder benötigt werden, um dem Benutzer zusätzlichen Komfort zu bieten.

Das Telekommunikationsunternehmen hofft, dass sein digitaler Gesundheitspass mit allen anderen Impfpasssystemen, die in Südkorea entwickelt werden, synchronisiert werden kann. Das Unternehmen arbeitet derzeit auch mit internationalen Flughäfen zusammen, um die Akzeptanz des digitalen Reisepasses zu erreichen.

Südkorea wird sich anderen Nationen anschließen, die Coronavirus-Impfpässe für vollständig geimpfte Bürger ausstellen. Ziel der Regierung ist es, den grenzüberschreitenden Reiseverkehr zu fördern und gleichzeitig das Infektionsrisiko unter Kontrolle zu halten, um so die kränkelnde Tourismusindustrie wieder zu beleben.

Viele Länder auf der ganzen Welt haben bereits ihre eigenen Versionen eines Coronavirus-Impfpasses eingeführt. China hat bereits mit der Ausgabe von Impfzertifikaten begonnen, während die Europäische Union die Einführung eines digitalen Impfpasses plant.

In der Zwischenzeit hat die Gruppe der G7 dazu aufgerufen, ein standardisiertes Impfpass-System zu schaffen, das in jedem Land der Welt verwendet werden kann. Die G7 ist eine zwischenstaatliche Organisation, die sich aus Kanada, Frankreich, Deutschland, Italien, Japan, Großbritannien und den USA zusammensetzt.