Wenn Sie das nächste Mal einen gemütlichen Abend mit
Freunden verbringen und es Ihnen etwas zu behaglich zugeht,
dann sprechen Sie die folgenden Sätze: «Ich finde Bevölkerungswachstum grossartig. Je mehr Menschen es gibt, desto besser!»
Die harmonische Stimmung wird sofort dahin sein. Man wird Sie mit grossen Augen anschauen und die bekannten Argumente gegen Sie in Stellung bringen, wonach der Mensch seine Lebensgrundlagen ausbeute und zerstöre.
Dass diese Argumente so tief in uns verankert sind, ist nicht Zufall, sondern Resultat einer jahrhundertealten Propaganda. Die Autoren des 2022 erschienenen Buchs «Superabundance» (zu Deutsch etwa: «Überüberfluss») zeichnen nach, wie es gelang, den Menschen dazu zubringen, die eigene Spezies zu verachten und seinen Fortschritt zu fürchten. Die Freunde an Ihrer Dinnerparty bringen – wissentlich oder nicht – Argumente vor, die Thomas Robert Malthus im Jahr 1798 in seinem «Essay on the Principle of Population» veröffentlichte und den Grundstein zur Idee lieferte, dass Bevölkerungswachstum unsere Lebensgrundlagen vernichte. Der nach dem britischen Ökonomen


