In seiner Podcast-Folge Nr. 497 vom April 2026 zerlegt James Corbett vom CorbettReport.com schonungslos die Illusion, dass die BRICS-Staaten oder die angebliche „Achse des Widerstands“ (Russland, China, Iran & Co.) die Menschheit vor dem New World Order retten könnten. Stattdessen zeigt er anhand jahrzehntelanger, lückenlos dokumentierter Geschichte: Die multipolare Weltordnung ist keine Alternative – sie ist die perfekte Weiterentwicklung und Vollendung desselben globalistischen Projekts, das seit über 130 Jahren von denselben Netzwerken vorangetrieben wird.
Die Diagnose: Multipolaritis – und die einzige Medizin ist Geschichte
Corbett beginnt mit einer direkten Ansprache an alle, die noch hoffen, Putin, Xi Jinping oder die Mullahs in Teheran würden die „bösen westlichen Globalisten“ besiegen. Wer sich über BRICS-CBDCs, eine neue multipolare Währung oder den angeblichen Kampf gegen die US-Hegemonie freut, leidet an „Multipolaritis“.
Die Symptome: Man entschuldigt die gleichen Lockdowns, die gleichen Impfkampagnen, die gleichen Klimagipfel und die gleichen UN-Resolutionen, wenn sie nur aus Moskau, Peking oder Teheran kommen.
Die Heilung? Ein tiefer Tauchgang in die echte Geschichte.
Denn die Rhetorik der „multipolaren Retter“ klingt Wort für Wort wie die der angeblichen Gegner. Putin und Xi sprechen von „gleichberechtigter und geordneter Multipolarisierung“, „inklusiver wirtschaftlicher Globalisierung“ und einem „gerechteren globalen Governance-System“ – exakt die Sprache der UN, des Weltwirtschaftsforums und der westlichen Think-Tanks.
Sogar die Klimapolitik, die 2030-Agenda und die Biosicherheitsmaßnahmen während der Pandemie werden von beiden Seiten identisch gefeiert.
Die Wurzeln: Ein Geheimbund aus dem Jahr 1891
Die Spur führt zurück ins winterliche London des Jahres 1891. Drei Männer – der Zeitungsverleger William T. Stead, der einflussreiche Höfling Reginald Brett (später Lord Esher) und der Diamantenmagnat Cecil Rhodes – gründen eine geheime Gesellschaft nach jesuitischem Vorbild.
Ziel: eine anglo-amerikanische Allianz, die die Welt unter einer einzigen globalen Ordnung vereint.
Aus diesem Zirkel entsteht später das, was der Historiker Carroll Quigley als „interlocking network of organizations“ bezeichnete: der Council on Foreign Relations (CFR) in den USA, das Royal Institute of International Affairs (Chatham House) in Großbritannien und Ableger in allen Commonwealth-Ländern.
Diese Gruppe war maßgeblich verantwortlich für den Burenkrieg, die Gründung des Rhodes-Stipendiums, die Kontrolle der Times, die Schaffung des Völkerbunds, die Appeasement-Politik gegenüber Hitler und letztlich die Vorbereitung des Zweiten Weltkriegs.
Noch während des Krieges übernahm der CFR 1939 die „War and Peace Studies“-Gruppe, finanziert von der Rockefeller-Stiftung. Diese Gruppe diktierte der US-Regierung die Nachkriegsordnung: Weltbank, Internationaler Währungsfonds, Bretton-Woods-System und die Gründung der Vereinten Nationen.
Von der UN über Bilderberg zur Trilateralen Kommission
Nach 1945 wurde das System perfektioniert. Das Bretton-Woods-Abkommen schuf eine internationale Währungsordnung, in der alle Währungen an den US-Dollar gekoppelt waren.
Parallel dazu förderten dieselben Kreise – nun auch über die Bilderberg-Konferenzen ab 1955 – die Schaffung regionaler Blöcke.
Die Protokolle der dritten Bilderberg-Konferenz von 1955 sprechen offen von der „dringenden Notwendigkeit, die Deutschen mit den anderen Völkern Europas in einen gemeinsamen Markt zu bringen“ und von einem „höchsten Grad an Integration“ innerhalb kürzester Zeit. Zwei Jahre später wurde der Vertrag von Rom unterzeichnet – die Geburtsstunde der EU.
1973 folgte die Trilaterale Kommission, die explizit eine „Neue Internationale Wirtschaftsordnung“ forderte. Ihre Mitglieder – darunter Zbigniew Brzezinski und David Rockefeller – prägten Agenda 21, die Earth Charter, den Klimawandel-Diskurs und die gesamte Rhetorik der „nachhaltigen Entwicklung“.
Das Ziel war nie nur Kontrolle über Menschen und Wirtschaft, sondern über alle natürlichen Ressourcen der Erde unter dem Deckmantel von „Sustainable Development“.
BRICS: Keine Rebellion, sondern die nächste Stufe
Genau in dieses System wurde 2001 der Begriff „BRIC“ von Goldman-Sachs-Ökonom Jim O’Neill geprägt. Die angeblichen „Emerging Markets“ sollten nicht das System stürzen, sondern sich darin einnisten.
Als 2015 die Asian Infrastructure Investment Bank (AIIB) und die New Development Bank (NDB) der BRICS gegründet wurden, jubelten viele: Endlich eine Alternative zu IWF und Weltbank!
Doch sofort kam die Kooperationserklärung: Christine Lagarde (damals IWF-Chefin) und Weltbank-Präsident Jim Yong Kim begrüßten die neuen Banken als „komplementäre Partner“. Der Vizepräsident der NDB saß gleichzeitig im Vorstand des IWF.
Keine Rivalität – nur ein weiterer Sitz am selben Tisch.
Auch die technischen „Alternativen“ sind Schein: Das chinesische CIPS-Zahlungssystem nutzt zu 80 % das SWIFT-Netzwerk. Putins Eurasische Wirtschaftsunion ist strukturell eine exakte Kopie der EU.
Und das angeblich revolutionäre mBridge-Projekt für eine BRICS-CBDC? Es wurde ursprünglich von der Bank for International Settlements (BIS) in der Schweiz mit China, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Iran entwickelt – also genau den neuen BRICS-Mitgliedern.
Die gleiche Agenda, nur mit anderem Branding
Corbett vergleicht wörtliche Auszüge aus gemeinsamen Erklärungen von Putin und Xi mit den klassischen Globalisten-Texten.
Man findet exakt dieselben Phrasen: „Multipolarität“, „inklusive Globalisierung“, „UN-zentriertes internationales System“, „Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung“, „Klimaschutz“, „Biosicherheit“ und „Bekämpfung von Pandemien“.
Selbst die Lobeshymnen auf die COVID-Quarantänen und die „wunderbaren“ Impfstoffe fehlen nicht.
Der Artikel von Hrvoje Moric „Multipolarity as World Government 3.0 and its Pied Pipers“ (Geopolitics and Empire, März 2026) wird von Corbett ausführlich gewürdigt.
Moric zeigt: Es gibt keine „guten Akteure“. Jeder Nationalstaat wird von oligarchischen Kartellen regiert, die mit der internationalen Klasse vernetzt sind.
Die multipolare Ordnung ist Weltregierung 3.0 – nach Völkerbund (1.0) und UN (2.0). Regionale Blöcke (EU, Eurasische Union, Unionen in Lateinamerika, Afrika usw.) sollen die Bausteine einer globalen Föderation bilden.
Technokratie, 15-Minuten-Städte, Ressourcen-Kontrolle und digitale Überwachung sind keine westliche Erfindung – sie wurden bereits in der Sowjetunion erprobt.
Die „Multipolistas“ – nützliche Idioten oder bezahlte Akteure?
Corbett und Moric analysieren das Spektrum der BRICS-Verteidiger:
Von gutgläubigen Aktivisten über narzisstische Grifter bis hin zu direkt von Staaten (Russland, China) oder westlichen Geheimdiensten gesteuerten Figuren.
Die Finanzierung bestimmter „alternativer“ Medien durch dubiose Kanäle (TNT Radio, Substack-Zahlungen etc.) und die gezielte Deplatforming-Kampagne gegen echte Kritiker zeigen: Das Narrativ wird aktiv gesteuert.
Pentagon-„Active Measures“ auf X und die Zusammenarbeit von NATO, Atlantic Council und DHS dienen dazu, Kritiker als „russische Agenten“ zu diskreditieren – während gleichzeitig die multipolare Agenda vorangetrieben wird.
Fazit: Es gibt keine guten Oligarchen
Ob Westen oder BRICS – die Spitzen der Macht verfolgen dasselbe Ziel: eine technokratische Weltordnung, in der du nichts besitzt, regional regiert wirst und „glücklich“ bist, weil Big Brother es dir per Brain-Computer-Interface einimpft.
Die multipolare Weltordnung ist kein Gegenentwurf. Sie ist der nächste, schönere, „inklusivere“ Schritt zur selben Neuen Weltordnung.
James Corbett schließt mit dem Appell: Es gibt keine politischen Retter. Die einzige Hoffnung liegt in der Aufklärung und im Wort-zu-Wort-Weitertragen dieser Dokumentation.
Wer die Geschichte kennt, lässt sich nicht mehr von „Hopium“ täuschen.
Die Links und Quellen zur gesamten Recherche finden sich auf CorbettReport.com/multipolar – inklusive des vollständigen Transkripts, der zitierten Studien und des empfohlenen Artikels von Hrvoje Moric.
Wer die multipolare Weltordnung als Befreiung feiert, hat die Lektion der letzten 130 Jahre nicht verstanden: Es gibt nur einen Club. Und wir gehören nicht dazu.


