In einer kürzlich ausgestrahlten Episode des Corbett Reports sprach der US-Senator Ron Johnson über seine Zweifel an der offiziellen Darstellung der Ereignisse vom 11. September 2001 und die Notwendigkeit einer neuen Untersuchung. Der republikanische Senator aus Wisconsin, der seit 2010 im Amt ist, wird als Hauptredner auf der Konferenz Turning the Tide: 9/11 Justice in 2025 auftreten, die vom 10. bis 12. September 2025 in Washington, D.C. stattfinden soll. In der Diskussion mit James Corbett, dem Moderator des Podcasts, äußerte Johnson Bedenken über die Glaubwürdigkeit der bisherigen Untersuchungen zu 9/11 und die mangelnde Transparenz der Bundesregierung.
Ein Wandel in der Wahrnehmung
Johnson beschrieb, wie seine Sicht auf die Ereignisse von 9/11 sich im Laufe der Zeit verändert hat. Wie viele Amerikaner nahm er 2001 zunächst die offizielle Darstellung der Regierung an: „Wie die überwältigende Mehrheit der Amerikaner und Menschen weltweit habe ich die Narrative akzeptiert, die uns die Regierung gegeben hat.“ Doch seine Erfahrungen als Vorsitzender des Ausschusses für Heimatschutz und Regierungsangelegenheiten (2015–2021) sowie seine Untersuchungen zu Themen wie dem E-Mail-Skandal von Hillary Clinton und der COVID-19-Pandemie öffneten ihm die Augen für die „Lügen und Korruption“ innerhalb föderaler Behörden.
Ein entscheidender Moment war seine Begegnung mit den Familien der 9/11-Opfer, die ihn drängten, eine ungeschwärzte Version des FBI-Berichts über die Rolle Saudi-Arabiens freizugeben. Diese Begegnung, kombiniert mit Dokumentationen wie denen von James Corbett und Richard Gage, führte dazu, dass Johnson begann, legitime Fragen zu stellen – insbesondere zum Einsturz von Gebäude 7 des World Trade Centers, das er zuvor nicht kannte. „Zwanzig Jahre später hatte ich noch nie von Gebäude 7 gehört. Und dann sieht man das Video und denkt: Das sieht aus wie eine kontrollierte Sprengung“, sagte Johnson.
Der Verlust des Vertrauens
Ein zentrales Thema des Gesprächs war der Verlust des Vertrauens der Öffentlichkeit in staatliche Institutionen. Johnson betonte: „Ihr Griff um die Informationen, der Griff der Mainstream-Medien um die Narrative, wird schwächer. Durch Podcasts wie Ihren und Menschen, die tief in diese Dinge eintauchen und Nachforschungen anstellen, werden immer mehr Menschen darauf aufmerksam. Einer der Gründe, warum die Menschen beispielsweise nicht alles glauben, was während COVID passiert ist, ist, dass sie der Bundesregierung einfach nicht mehr vertrauen, weil die Bundesregierung dieses Vertrauen nicht verdient.“ (Originalzitat: „Their grip on information, the grip of the legacy media on the narrative is slipping. And it is through podcasts like yours and people who do deep dives and do investigation to these things. More and more people become aware of it. One of the reasons people just aren’t buying, for example, everything that happened during COVID, they’re just not believing the federal government because the federal government is not worthy of their trust.“)
Johnson wies darauf hin, dass die Regierung in den 1960er-Jahren und sogar noch in den frühen 2000er-Jahren eine viel stärkere Kontrolle über Informationen hatte. Doch durch alternative Medien und Plattformen wie den Corbett Report geraten diese Narrative zunehmend unter Druck. Der Senator sieht darin eine Chance, das Vertrauen in Institutionen wiederherzustellen – allerdings nur durch Offenlegung der Wahrheit und eine Reform der Behörden.
Fragen ohne Antworten
Besonders kritisch äußerte sich Johnson zu den bisherigen Untersuchungen, wie dem NIST-Bericht und der 9/11-Kommission. Er verwies auf Dokumentationen und Studien, etwa eine vierjährige Untersuchung eines Professors aus Alaska, die die offiziellen Erklärungen zum Einsturz von Gebäude 7 widerlegen. „Wenn man die Informationen sieht, öffnen sich einem die Augen. Es gibt sehr legitime Fragen, und es werden keinerlei Antworten gegeben“, sagte er. Johnson betonte, dass schon das bloße Stellen solcher Fragen oft zu negativen Schlagzeilen führt, was seine Skepsis nur verstärkt.
Er sprach auch die problematische Entfernung von Beweismaterial nach 9/11 an, etwa die Verbringung von Trümmern nach China. „Wer hat den Abtransport dieses Materials angeordnet? Wer hat entschieden, es nach China zu schicken und zu vernichten? Haben wir jemals Antworten darauf bekommen?“ fragte er. Solche Fragen, die von Experten wie Richard Gage in einer Liste von etwa 50 Punkten zusammengefasst wurden, verdienen nach Johnsons Ansicht eine ernsthafte Untersuchung.
Die Rolle der Regierung und die Macht der Medien
Johnson sieht die Wurzel vieler Probleme in der Größe und dem Einfluss der Regierung. „Die Gründerväter waren Genies. Sie wussten, dass wir keine Engel sind. Wir brauchen eine Regierung, aber sie muss begrenzt sein“, sagte er. Er kritisierte die wachsende Abhängigkeit von der Bundesregierung und die ausufernden Ausgaben, die von 3,5 % des BIP im Jahr 1930 auf fast 24 % im vergangenen Jahr gestiegen sind. Für Johnson ist 9/11 möglicherweise auch ein Symptom dieser „übermäßigen Einmischung in ausländische Angelegenheiten“, wie es George Washington in seiner Abschiedsrede warnte.
Ein Aufruf zu mehr Transparenz
Obwohl Johnson noch keine konkrete Untersuchung vorschlägt, zeigt er sich offen für eine neue Plattform, etwa in Form von Anhörungen im Senat, um die offenen Fragen zu 9/11 zu beleuchten. Er glaubt, dass eine solche Plattform, unterstützt durch unabhängige Experten wie Strukturingenieure und Feuerwehrleute, die Wahrheit ans Licht bringen könnte. „Wenn man Leuten wie Ihnen, die seit fast 25 Jahren graben, eine Plattform gibt, könnten mehr Amerikaner die Augen geöffnet werden“, sagte er
Fazit
Senator Ron Johnsons Auftritt im Corbett Report zeigt, wie tief das Misstrauen in staatliche Institutionen verwurzelt ist – nicht nur in Bezug auf 9/11, sondern auch auf andere Themen wie die COVID-19-Pandemie. Seine Bereitschaft, unbequeme Fragen zu stellen, trotz harscher Kritik der Mainstream-Medien, macht ihn zu einer kontroversen, aber einflussreichen Stimme. Die bevorstehende Konferenz Turning the Tide: 9/11 Justice in 2025 könnte ein wichtiger Schritt sein, um diese Fragen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen und die Wahrheit hinter einem der einschneidendsten Ereignisse der modernen Geschichte weiter zu ergründen.


