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Visualisieren, wie viel Gold auf der Erde noch abgebaut werden kann

von Tyler Durden

Die Knappheit von Gold ist einer der Gründe, warum es ein begehrter sicherer Hafen bleibt. Im Jahr 2025 verzeichnete das Metall seine stärkste Rally seit Jahren und stieg um über 50 %, da globale Anleger auf die Unsicherheit in der Weltwirtschaft reagierten.

Wenn alles jemals geförderte Gold – etwa 216.000 Tonnen – zusammengeschmolzen würde, ergäbe es einen Würfel von nur 22 Metern Höhe, ungefähr so hoch wie ein vierstöckiges Gebäude.

Unterdessen belaufen sich die nachgewiesenen, wirtschaftlich abbaubaren Goldreserven der Welt auf rund 64.000 Tonnen, was einem kleineren Würfel von 15 Metern entspricht.

In dieser Infografik nutzt Bruno Venditti von Visual Capitalist Daten des World Gold Council und des U.S. Geological Survey (USGS), mit zusätzlichem historischem Kontext aus der Encyclopaedia Britannica, um die Gesamtmenge des vorhandenen Goldes in Perspektive zu setzen.

Visualisieren, wie viel Gold auf der Erde noch abgebaut werden kann

Wie viel Gold existiert – und wie viel ist noch übrig

Fast drei Viertel des gesamten bekannten Goldes wurden bereits gefördert. Da neue Entdeckungen seltener werden und die Abbaukosten steigen, verlagert sich der Fokus zunehmend auf Recycling und verbesserte Rückgewinnungstechnologien.

Die Moderne trieb den Großteil der Förderung voran

Zwei Drittel des jemals abgebauten Goldes wurden seit 1950 gefördert – dank technologischer Fortschritte und industrieller Nachfrage. Die Nachkriegszeit leitete groß angelegte Tagebauminen und effiziente Raffinationstechniken ein. Heute verlangsamen sinkende Erzgehalte die Förderraten, aber der Gesamtbestand an oberirdischem Gold wächst weiterhin jedes Jahr langsam an.

Vom gesamten geförderten Gold existieren etwa 45 % als Schmuck, während 22 % als Barren und Münzen gehalten werden. Zentralbanken besitzen zusammen etwa 17 % und nutzen Gold als strategische Absicherung gegen Inflation und geopolitische Instabilität. Gold wird auch in der Technologie und anderen Industrien eingesetzt, wo es Elektronik- und Luft- und Raumfahrtkomponenten antreibt.

Gold-Rally im Jahr 2025

Die Goldpreise erreichten 2025 erstmals 4.000 US-Dollar, als Investoren angesichts eines schwächeren Dollars, geopolitischer Volatilität und wirtschaftlicher Unsicherheit nach einem sicheren Hafen suchten.

Gleichzeitig haben China und andere Länder begonnen, sich von US-Staatsanleihen zu diversifizieren und stattdessen in Gold umzuschichten, nachdem Washington harte Sanktionen gegen Russland nach dessen Invasion in die Ukraine 2022 verhängt hatte. Auch Privatanleger haben Gold verstärkt gekauft, um sich gegen hartnäckige Inflation abzusichern.

Kann mehr Gold gefunden werden?

Obwohl die wirtschaftlich abbaubaren Goldreserven im Boden bei rund 64.000 Tonnen liegen, ist das nicht das gesamte verbleibende Gold.

Es gibt noch unentdeckte Goldvorkommen, und wenn der Goldpreis steigt, werden kleinere oder niedriggradige Lagerstätten wirtschaftlich rentabler zu fördern. Hohe Preise schaffen außerdem Anreize für Explorationsunternehmen, nach mehr Gold zu suchen, was wiederum zu neuen Entdeckungen führt.