Bei der Wahl in den UN-Sicherheitsrat musste Deutschland erstmals eine Niederlage hinnehmen. Beobachter sprechen von einem Vertrauensverlust in die deutsche Diplomatie, für den es mehrere Gründe gibt.
Alex Männer
Die vergangene Wahl um einen nichtständigen Sitz im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen ist aus deutscher Sicht anders als ein Debakelnicht zu bezeichnen. Denn die Bundesrepublik schaffte es erstmals nicht wunschgemäß in das mächtigste UN-Gremium, obwohl es eigentlich als der zweitgrößte Geldgeber der Uno gilt und bisher alle acht Jahre erfolgreich im Sicherheitsrat vertreten war.
Bei der entsprechenden Abstimmung in der UN-Generalversammlung am 3. Juni, bei der fünf neue, nichtständige Sitze im Sicherheitsrat für die Jahre 2027 bis 2028 vergeben wurden, konnte Deutschland nur 104 Stimmen auf sich vereinen und verfehlte so die erforderlichen zwei Drittel der abgegebenen und gültigen Stimmen (in dem Fall 127 Stimmen) deutlich. Gewählt wurden hingegen Österreich und Portugal


