Von Hans-Jürgen Geese
Im Jahre 984 (oder etwas früher) entdeckte der Wikinger Erik der Rote die Insel Grönland. „Grön“ bedeutet „grün“ in skandinavischen Sprachen. Erik kannte also bereits die Grundregel aller Marketingregeln: Übertreiben. Er wollte schließlich viele Wikinger ins Land locken. Und sie kamen tatsächlich. Die Kolonie zählte in ihrer Blütezeit etwa 2.500 Einwohner.
Als im Jahre 1721 der Pastor Hans Egede erschien, um die Menschen auf Grönland zum christlichen Glauben zu bekehren, erlebte er den Schock seines Lebens. In den zwei Siedlungen fand er nicht einen einzigen Menschen vor. Die Bauernhöfe waren verfallen. Wo waren all die Menschen geblieben? Diese Frage ist bis auf den heutigen Tag nicht beantwortet. Es ist ein wahres Mysterium.


