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WHO veranstaltet heute und morgen eine öffentliche Anhörung zu einem neuen internationalen Instrument zur Bereitschaft und Reaktion auf zukünftige Pandemien
Mustafa Yalcin/Anadolu Agency/Getty

WHO veranstaltet heute und morgen eine öffentliche Anhörung zu einem neuen internationalen Instrument zur Bereitschaft und Reaktion auf zukünftige Pandemien

„Welche wesentlichen Elemente sollten Ihrer Meinung nach in ein neues internationales Instrument zur Pandemievorsorge und -bekämpfung aufgenommen werden?“

Die WHO bittet die Öffentlichkeit um Beiträge zu dieser Frage, um die Arbeit des zwischenstaatlichen Verhandlungsgremiums (INB) zu unterstützen, das ein internationales Instrument zur Stärkung der Pandemieprävention, -vorsorge und -reaktion entwerfen und aushandeln soll.

Die erste Runde der Anhörungen wird am 12. und 13. April 2022 per Webcast stattfinden. Die Sitzungszeiten sind in Mitteleuropäischer Sommerzeit (MESZ).

  1. April 8h-11h 14h-17h
  2. April 9.00-12.00 Uhr 15.00-18.00 Uhr

Eine zweite Runde von Anhörungen ist für den 16. und 17. Juni geplant.

Die Anmeldung und weitere Informationen sowie eine Liveübertragung zu den öffentlichen Anhörungen finden Sie unter https://inb.who.int

Bitte beachten Sie auch, dass die WHO aufgrund der zu erwartenden hohen Nachfrage keine Redezeiten für die mündliche Komponente der öffentlichen Anhörungen garantieren kann und die begrenzte Anzahl der verfügbaren Redezeiten im Hinblick auf eine möglichst breite Präsentation der Standpunkte vergeben wird.

Über die öffentlichen Anhörungen

In einem Konsensbeschluss, der darauf abzielt, die Welt vor künftigen Krisen im Zusammenhang mit Infektionskrankheiten zu schützen, hat die Weltgesundheitsversammlung im Dezember 2021 beschlossen, einen globalen Prozess in Gang zu setzen, indem ein zwischenstaatliches Verhandlungsgremium (INB) eingerichtet wird, das im Rahmen der Verfassung der Weltgesundheitsorganisation ein Übereinkommen, eine Vereinbarung oder ein anderes internationales Instrument zur Stärkung der Pandemieprävention, -vorsorge und -bekämpfung ausarbeiten und aushandeln soll.

Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus, Generaldirektor der WHO, sagte, der Beschluss der Weltgesundheitsversammlung sei von historischer Tragweite, von entscheidender Bedeutung für den Auftrag der Organisation und stelle eine einmalige Gelegenheit dar, die globale Gesundheitsarchitektur zu stärken, um das Wohl aller Menschen zu schützen und zu fördern.

Im Rahmen dieses historischen Beschlusses forderte die Weltgesundheitsversammlung den Generaldirektor auf, in Übereinstimmung mit der üblichen WHO-Praxis öffentliche Anhörungen durchzuführen, um die Arbeit des INB zu unterstützen.

Gemäß dem Zeitplan des INB wurde die erste Runde dieser Anhörungen für den 12. und 13. April 2022 angesetzt, eine zweite Runde soll am 16. und 17. Juni stattfinden. Diese Informationen über die Modalitäten der ersten Anhörungsrunde werden voraussichtlich auch für die zweite Runde gelten.

Die WHO bittet alle interessierten Parteien um Beiträge zu diesen Anhörungen und ruft nachdrücklich zur Teilnahme an diesem wichtigen Prozess auf.

Die Leitfrage für die Anhörungen lautet wie folgt: „Welche wesentlichen Elemente sollten Ihrer Meinung nach in ein neues internationales Instrument zur Pandemievorsorge und -bekämpfung aufgenommen werden?“

Die Anhörungen werden aus zwei Teilen bestehen: einem mündlichen Teil (per Videokonferenz) und einem schriftlichen Teil (über ein spezielles Webportal).

Vorbehaltlich der WHO-Richtlinien und -Verfahren und der Verfügbarkeit von Zeitnischen sind mündliche Beiträge von allen relevanten Akteuren, einschließlich öffentlicher und privater Einrichtungen, willkommen, die sich registrieren und die geltenden Bedingungen für mündliche Beiträge akzeptieren. Die Modalitäten sowie die geltenden Bedingungen werden von der WHO auf dieser Website veröffentlicht.

Zu den relevanten Akteuren gehören in diesem Zusammenhang auch nichtstaatliche Akteure, die nachweislich ein Interesse an der Pandemievorsorge und -bekämpfung haben, wie z. B. internationale Organisationen, Organisationen der Zivilgesellschaft, Organisationen des Privatsektors, philanthropische Organisationen, wissenschaftliche, medizinische und politische Einrichtungen, akademische Einrichtungen und andere Einrichtungen, die über einschlägige Kenntnisse, Erfahrungen und/oder Fachwissen im Zusammenhang mit der Pandemievorsorge und -bekämpfung verfügen, die sie weitergeben können. In den geltenden Bestimmungen werden u. a. die Erfordernisse des Zeitplans, der Deutschsprachigkeit, der Höflichkeit und der Transparenz berücksichtigt.

Schriftliche Beiträge sind von allen interessierten Parteien, einschließlich der Öffentlichkeit, willkommen. Die Modalitäten für die Teilnahme an der schriftlichen Komponente werden von der WHO demnächst auf dieser Website veröffentlicht, und die öffentlichen Anhörungen werden auch im Internet übertragen und hier archiviert.

Zwar werden alle Inhalte und Beiträge vom WHO-Sekretariat gemäß den geltenden Bestimmungen und der üblichen WHO-Praxis moderiert, doch darf kein Beitrag so ausgelegt werden, dass er die Meinung oder den Standpunkt der WHO widerspiegelt, und die Teilnahme an den öffentlichen Anhörungen ist nicht als „Engagement“ mit einem Akteur im Sinne der Regeln, Verfahren und Praktiken der WHO zu betrachten.