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120 Biolabore, gefährliche Erreger und neue Fragen: Die Bio-Lab-Affäre in über 30 Länder erreicht den US-Senat

Die Enthüllungen der ehemaligen US-Geheimdienstkoordinatorin Tulsi Gabbard entwickeln sich zunehmend zu einem politischen Erdbeben in Washington. Nachdem sie Dokumente über mehr als 120 von den USA finanzierte Biolabore in über 30 Ländern veröffentlichte, fordert nun auch Senator Rand Paul eine umfassende Untersuchung der amerikanischen Bioforschung im Ausland. (WSMH2)

Was vor wenigen Jahren noch als „Verschwörungstheorie“ galt, wird inzwischen im US-Senat diskutiert.

120 Labore in über 30 Ländern

Nach den von Gabbard freigegebenen Unterlagen finanzierten oder unterstützten amerikanische Behörden über Jahrzehnte biologische Forschungseinrichtungen rund um den Globus. Ein erheblicher Teil der Einrichtungen befand sich in Osteuropa, darunter auch in der Ukraine. In den Dokumenten werden Krankheitserreger wie Anthrax, Ebola, Marburg, SARS, Pest oder Tularemie erwähnt. (nypost.com)

Besonders brisant: Gabbard wirft Teilen der amerikanischen Regierung vor, die Öffentlichkeit über Umfang und Art dieser Programme bewusst im Unklaren gelassen zu haben. Sie spricht von fehlender Transparenz und unzureichender Kontrolle bei potenziell gefährlicher Forschung. (nypost.com)

Rand Paul erhöht den Druck

Der republikanische Senator Rand Paul, der sich seit Jahren mit dem Ursprung von COVID-19 und der sogenannten Gain-of-Function-Forschung beschäftigt, fordert nun eine vollständige Neubewertung dieser Programme.

Für Paul geht es längst nicht mehr nur um Wuhan oder die Corona-Pandemie. Die zentrale Frage lautet inzwischen: Warum finanziert die amerikanische Regierung weltweit Hochrisikoforschung an gefährlichen Erregern, während Öffentlichkeit und Parlament oft nur begrenzte Einblicke erhalten?

Der Schatten von COVID-19

Die neuen Dokumente fallen in eine Zeit, in der auch die Debatte über den Ursprung von COVID-19 erneut an Fahrt gewinnt.

Freigegebene Unterlagen und Senatsuntersuchungen beschäftigen sich zunehmend mit der Rolle von Anthony Fauci, den Geheimdiensten und der Kommunikation rund um die Laborthese. Rand Paul wirft Fauci seit Jahren vor, Risiken der Forschung heruntergespielt zu haben. Neue Dokumente sollen nach Ansicht seiner Unterstützer zeigen, wie eng Teile der Sicherheitsbehörden und Gesundheitsinstitutionen zusammenarbeiteten. (Washington Examiner)

Die eigentliche Frage lautet: Wer kontrolliert die Forschung?

Selbst Experten, die den Vorwurf geheimer Biowaffenprogramme zurückweisen, räumen ein, dass Hochrisikoforschung an Krankheitserregern erhebliche Sicherheitsfragen aufwirft.

Die nun veröffentlichten Dokumente zeigen vor allem eines: Die biologische Forschung ist längst nicht mehr nur eine Angelegenheit von Universitäten oder Gesundheitsbehörden. Sie berührt Fragen der nationalen Sicherheit, der Geheimdienste, der Militärforschung und der internationalen Geopolitik.

Die Vertrauenskrise wächst

Für viele Amerikaner ist die eigentliche Geschichte inzwischen nicht mehr die Existenz der Labore selbst, sondern die Frage, warum ihre Existenz, Finanzierung und Tätigkeit jahrelang nur begrenzt öffentlich diskutiert wurden.

Die Folge ist eine wachsende Vertrauenskrise gegenüber Behörden, Gesundheitsinstitutionen und politischen Entscheidungsträgern. Was während der Pandemie als Desinformation galt, wird heute teilweise Gegenstand offizieller Untersuchungen.

Ob die Untersuchungen von Gabbard und Rand Paul letztlich neue Beweise für Fehlverhalten liefern, bleibt offen. Klar ist jedoch: Die Debatte über amerikanische Biolabore ist nicht mehr auf alternative Medien beschränkt. Sie ist inzwischen im Zentrum der amerikanischen Politik angekommen.