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49 Senatoren fordern Rückzug aus Verhandlungen über Pandemie-Vertrag

49 US-Senatoren fordern Rückzug aus Verhandlungen über Pandemie-Vertrag und in Großbritannien verbreitet sich „Unbehagen“ und man fordert eine Verschiebung

Nächsten Monat soll die US-Regierung dem internationalen Pandemievertrag der WHO und den überarbeiteten Internationalen Gesundheitsvorschriften (IHR) zustimmen. Alle 49 republikanischen Senatoren halten dies für inakzeptabel, das schreiben sie in einem Brief an Präsident Biden.

Nach Ansicht der Senatoren muss die WHO erst grundlegend reformiert werden, bevor der Pandemievertrag und die Änderungen der IHR überhaupt in Betracht gezogen werden können.

Die Senatoren sind sehr besorgt über den derzeitigen Kurs und fordern Biden zu einem Kurswechsel auf.

Sie weisen darauf hin, dass gemäß Artikel 55 des humanitären Völkerrechts Änderungstexte zum humanitären Völkerrecht den Mitgliedstaaten mindestens vier Monate im Voraus übermittelt werden müssen. Da der endgültige Text der Änderungen bisher nicht bekannt gegeben wurde, ist es nach Ansicht der Senatoren nicht möglich, im nächsten Monat darüber abzustimmen.

Einige der mehr als 300 vorgeschlagenen Änderungen würden der WHO deutlich mehr Befugnisse in Notfällen einräumen und zudem die Souveränität der USA verletzen. Dies sei inakzeptabel, schreibt die Fraktion.

Die Senatoren haben die neueste Version des Pandemie-Vertrags gelesen und sind schockiert. Sie warnen, der Vertrag schränke die Meinungsfreiheit ein und führe zu einer WHO auf Steroide.

Sie fordern den Präsidenten auf, den Vertrag nicht zu unterzeichnen und sich aus den Verhandlungen über den Vertrag und seine Änderungen zurückzuziehen.

Der Brief wurde unter anderem von Ron Johnson, Rick Scott, Tom Cotton, Ted Cruz, Mitch McConnell, Rand Paul, Mitt Romney, Marco Rubio und Tim Scott unterzeichnet.

Auch Großbritannien steht dem Pandemievertrag skeptisch gegenüber und fordert eine Verschiebung der Unterzeichnung.

Der Telegraph schreibt:

Großbritannien “schlafwandelt” in eine Pandemievereinbarung, die das Land zu einem Präzedenzfall für “Abschottung zuerst” machen könnte, warnten die Minister.

Unter den Abgeordneten herrscht “Unbehagen” über den Pandemievertrag der Weltgesundheitsorganisation, der noch in diesem Monat ratifiziert werden soll.

Die Abgeordneten fordern die Regierung auf, das Abkommen nicht übereilt zu unterzeichnen, da es ihrer Ansicht nach schwerwiegende Auswirkungen auf die Souveränität Großbritanniens und seine Fähigkeit haben wird, im Falle einer zukünftigen globalen Gesundheitskrise nationale Maßnahmen zu ergreifen.

Kritiker warnen davor, dass die Unterzeichnung des Abkommens die Mitgliedsstaaten unter Druck setzen könnte, den Anweisungen der UN-Agentur zur Reaktion auf künftige Pandemien zu folgen, was Maßnahmen wie Abriegelungen, Impfpässe, Grenzschließungen und Quarantäne beinhalten könnte.