Theokratisch-hierarchische Herrschaftsstrukturen durchsetzen noch immer den heutigen Versuch einer Demokratie.1 Sie werden nicht vor dem Richterstuhl der Gleichheit und Freiheit des Einzelnen überprüft und als antidemokratisch beseitigt. Denn sie sind für die Interessengruppen der Parteien und dahinter stehender kapitalistischer und globaler Kreise ein geeignetes Instrument der Macht, ihre egoistischen Ziele durchzusetzen und die Völker in ihrem Sinne zu lenken. Die Macht Einzelner über die Anderen aber ist die egoistische Anmaßung, höher zu stehen als sie und beseitigt prinzipiell deren Gleichheit und Freiheit. Und es zeigt sich, dass die Schaltstellen der Macht vornehmlich gerade die egoistischen Machtnaturen anziehen und für die Auslese der Schlechtesten sorgen.
Die Macht hatte ursprünglich in den alten Kulturen, wie z.B. der ägyptischen Theokratie, im Geistigen ihren Ursprung. Sie ging von hohen Eingeweihten aus, deren Macht keinen äußeren Zwang bedeutete, sondern in der überlegenen göttlichen Weisheit und Güte bestand, aus der heraus sie das Leben der Menschen zu ihrem Heile ordneten und leiteten, wozu diese selbst noch nicht imstande waren.
Aus diesem Zustand hat sich die


