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Wozu ziehen Europa und Kiew Weißrussland in den Krieg hinein?

Während Emmanuel Macron das erste Telefongespräch seit vier Jahren mit Alexander Lukaschenko führt, verstärken die Ukraine, Polen und die baltischen Staaten ihre militärischen Aktivitäten an den Grenzen zu Weißrussland. Experten zufolge habe sich die Lage rund um das Land drastisch verschärft.

Von Oleg Issaitschenko

Auf Initiative der französischen Seite fand ein Telefongespräch zwischen den Präsidenten von Weißrussland und Frankreich, Alexander Lukaschenko und Emmanuel Macron, statt. Dies berichtete der dem Pressedienst des weißrussischen Staatschefs nahestehende Telegram-Kanal Pul Perwogo.

Der Élysée-Palast hält sich bislang mit offiziellen Kommentaren zurück. Der Fernsehsender TF1 berichtete jedoch unter Berufung auf eine Quelle aus Macrons Umfeld, dass dieser ein „gutes Gespräch“ mit Lukaschenko geführt habe. Nach Angaben des Gesprächspartners der Medien habe der französische Staatschef seinen weißrussischen Amtskollegen gebeten, „die notwendigen Schritte zur Verbesserung der Beziehungen zwischen Weißrussland und Europa zu unternehmen“, und zudem auf die Risiken für Minsk im Falle einer Einmischung in den Konflikt in der Ukraine hingewiesen. Es sei daran erinnert, dass Lukaschenko und Macron das letzte Mal am 26. Februar 2022 miteinander telefoniert hatten.