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Anhaltender, noch nie dagewesener Trend zur Übersterblichkeit in der Schweiz

Anhaltender, noch nie dagewesener Trend zur Übersterblichkeit in der Schweiz

Weder Hitzewellen noch die Corona-Mortalität reichen aus, um die überhöhte Sterblichkeit zu erklären, die sich auf die Altersgruppe 65+ konzentriert.

Überschüssige Sterbefälle in der Schweiz: Die graue Fläche stellt die erwartete Sterblichkeit dar, oberhalb derer die Todesfälle als überzählig eingestuft werden.

Der Tages-Anzeiger hat einen kuriosen Artikel über den anhaltenden Trend der Übersterblichkeit, der die Schweiz seit Anfang des Jahres erfasst hat. Der anhaltende, noch nie dagewesene leichte Anstieg hat bis Ende August zu 3’000 überzähligen Todesfällen geführt.

In den gleichen Monaten der Jahre 2020 und 2021 gab es ebenfalls eine pandemiebedingte Übersterblichkeit, allerdings in deutlich geringerem Umfang:

Besonders ungewöhnlich ist die Dauer des Trends. In mehr als der Hälfte aller Wochen seit Jahresbeginn gab es mehr Todesfälle als im Durchschnitt, ein bisher unbeobachtetes Phänomen. Die offiziellen Corona-Todesfälle belaufen sich auf lediglich 1.100, und wir wissen, dass in der Ära von Omikron mindestens die Hälfte davon wahrscheinlich zufällig ist. Es ist offensichtlich nicht das Virus, das diese Menschen tötet. Die bevorzugte Erklärung der Wissenschaft ist, dass ein erheblicher Teil dieser Todesfälle „hitzebedingt“ ist und dass dies die bedauerlichen Folgen des Klimawandels sind. In Wahrheit wird die Sommerhitze von einer Presse, die sich wieder auf den Klimawandel stürzen will, völlig überbewertet, und die Zahl der Hitzetoten in der Schweiz überschreitet selbst in Rekordjahren wie 2003 nicht die 1.000er-Marke.

Auch das Schweizer Gesundheitssystem steht unter erheblichem Druck, und auch hier kennt niemand den Grund. Die Ärzte bemerkten den Trend erstmals im März:

Bisher spielten sich solche Szenen nur in anderen Ländern ab: Menschen, die eine Arztpraxis aufsuchen, werden aus Kapazitätsgründen nach Hause geschickt oder müssen stundenlang warten. Diese Woche standen Kranke in der Permanence-Praxis am Marktplatz in Oerlikon vor verschlossenen Türen. Auf einem Aushang stand: „Aufgrund der hohen Arbeitsbelastung können wir heute leider keine Patienten mehr aufnehmen.“

Dies ist kein Einzelfall in der Schweiz. Auch Axel Rowedder, Facharzt für Innere Medizin und Leiter der Medix-Kliniken in Basel und Pratteln, musste in diesem Sommer schon einige Male seine ambulanten Praxen kurzzeitig schliessen. „Die Überlastung im ambulanten Bereich ist massiv. In Pratteln oder am Basler Bahnhof haben wir Wartezeiten von bis zu vier Stunden, manchmal auch länger“ …

Warum sind plötzlich so viele Menschen krank? Woher kommen die vielen Patienten? „Wenn wir das nur wüssten“, sagt [Esther] Wiesendanger [eine andere Klinikverwalterin]. „Ich habe das Gefühl, dass mehr Menschen krank sind und auch häufiger“. Aber über die Gründe will sie nicht spekulieren. Seit März hat der Druck spürbar zugenommen. Rund ein Drittel der Patientinnen und Patienten kommt derzeit wegen Covid und anderen Atemwegsbeschwerden in die Praxis, dazu kommen Verstauchungen, Schnittwunden, Wespenstiche, Rückenschmerzen, Blasenentzündungen, Magen-Darm-Erkrankungen und vieles mehr.

Auch im Spitalzentrum Biel ist die Notfallstation seit Wochen an ihre Grenzen gestoßen. „Wir wissen nicht, woher all diese Patienten plötzlich kommen“, sagt Spitaldirektor Kristian Schneider … Bei den Einweisungsgründen fällt nichts auf. „Es ist möglich, dass es sich noch um Nachwirkungen der Pandemie handelt“, sagt Schneider.

Es gibt viele Untersuchungen, die zeigen, dass nach einer Covid-Infektion das Risiko für vielfältige Folgeerkrankungen und Komplikationen erhöht ist – und das über Monate hinweg. Es gibt auch einzelne Studien, die zeigen, dass eine Coronainfektion das Immunsystem dauerhaft schwächen kann. Inwieweit diese längerfristige Krankheitslast durch SARS-CoV-2 zu der aktuellen Überlastung der Praxen nach den beiden heftigen Omikron-Wellen im Winter und Frühjahr beiträgt, bleibt unklar. Auf jeden Fall macht Covid die Bevölkerung nicht gesünder. Unklar ist auch, welche Rolle durch Coronaschutzmaßnahmen verhinderte und nun nachgeholte Infektionen spielen. Eine andere Erklärung, die von einigen Ärzten angeführt wird: Die Bevölkerung ist durch die Pandemie ängstlicher oder gesundheitsbewusster geworden und sucht bei Beschwerden schneller einen Arzt auf.

Der Grund dafür muss etwas anderes sein als eilig entwickelte pharmazeutische Abfallprodukte mit schlechtem Nebenwirkungsprofil, die massenhaft und in mehrfachen Dosen grundlos an Millionen von Menschen verabreicht werden. Exotische Theorien darüber, dass die Hitzewellen für die Opfer von Long Covid besonders verheerend sind, absichtliche Übertreibungen bei der Sterblichkeit im Zusammenhang mit Omikron, Wespenstiche – alles, nur nicht die Impfstoffe.