Von Jon Fleetwood
Regierungen auf allen Kontinenten geben nun an, dass die H5-Vogelgrippe ihr Staatsgebiet erreicht habe, womit die weltweite Übernahme der H5-Erzählung vollendet ist.
Die australischen Behörden gaben am Freitag bekannt, dass sie den nach eigenen Angaben ersten Fall der hochpathogenen Vogelgrippe vom Typ H5 im Land festgestellt haben – fast zwei Jahre, nachdem sie eine milliardenschwere „Vorsorgekampagne“ gestartet, eine spezielle Task Force eingerichtet und landesweite Simulationsübungen für den erwarteten Ausbruch des Erregers durchgeführt hatten.
Australien war der letzte Kontinent, auf dem bisher kein Fall von H5N1 gemeldet worden war.
In der Mitteilung heißt es:
„Untersuchungen am Australian Centre for Disease Preparedness (ACDP) der CSIRO haben bestätigt, dass bei einer Braunskua in Westaustralien die hochpathogene Vogelgrippe vom Typ H5 festgestellt wurde.“
„Es handelt sich um den besorgniserregenden hochpathogenen Stamm, der weltweit zirkuliert, und dies ist der erste Nachweis in Australien.“
Diese Entwicklung vollzieht sich vor dem Hintergrund, dass Regierungen mittlerweile auf allen Kontinenten eine bevorstehende Vogelgrippe-Pandemie inszenieren – sei es durch die Erzeugung im Labor (hier, hier) von Erregern für eine Vogelgrippe-Pandemie mittels Gain-of-Function-Experimenten, durch Maßnahmen zur Bekämpfung von Ausbrüchen und sogenannte Vorsorgemaßnahmen oder durch öffentliche Meldungen zur Vogelgrippe – wie die jüngste Ankündigung Australiens.
Nach Angaben des australischen Ministeriums für Landwirtschaft, Fischerei und Forstwirtschaft sollen Tests am Australian Centre for Disease Preparedness der Commonwealth Scientific and Industrial Research Organisation (CSIRO) die Vogelgrippe vom Typ H5 bei einer in Westaustralien gefundenen Braunen Skua bestätigt haben.
Behördenvertreter geben an, dass ein zweiter Zugvogel, ein Riesensturmvogel, ebenfalls positiv auf die Vogelgrippe vom Typ H5 getestet wurde und derzeit einer Bestätigungsuntersuchung unterzogen wird.
Im September 2024 berichtete News.com.au, dass Australien „der einzige Kontinent sei, auf dem H5N1 noch nicht nachgewiesen wurde“, und hob dabei eine Initiative der Bundesregierung hervor, die als „1-Milliarde-Dollar-Maßnahme“ zur Bekämpfung des Vogelgrippe-Stamms beschrieben wurde.
Derselbe Bericht beschrieb eine Reihe nationaler Vorsorgeübungen, mit denen Australiens Reaktion auf einen künftigen H5-Ausbruch getestet werden sollte.
Australien richtete daraufhin eine spezielle H5-Taskforce ein, an der das Ministerium für Landwirtschaft, Fischerei und Forstwirtschaft, das Ministerium für Klimawandel, Energie, Umwelt und Wasser, das Australische Zentrum für Krankheitskontrolle, das Ministerium für Gesundheit, Behinderung und Alter sowie die Nationale Agentur für Katastrophenschutz beteiligt waren.
Mit der Ankündigung Australiens wird die letzte geografische Lücke in der offiziellen H5-Berichterstattung geschlossen, sodass nun alle Kontinente in der Vogelgrippe-Bilanz vertreten sind.

