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Automobilhersteller stellen Biometrie-Pläne vor: Irissystem für Rückspiegel, Herzschlag  Erkennung, Gesichtserkennung für jeden Sitz usw.

Automobilhersteller stellen Biometrie-Pläne vor: Irissystem für Rückspiegel, Herzschlag Erkennung, Gesichtserkennung für jeden Sitz usw.

Automobilhersteller stellen Biometrie-Pläne vor, da der Markt bis 2027 voraussichtlich 700 Millionen Dollar übersteigen wird

Laut einem neuen Bericht von MarketDigits wird die Biometrie in der Automobilindustrie bis 2027 einen weltweiten Markt von 709 Millionen US-Dollar ausmachen. Dies entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 19 Prozent gegenüber 210 Millionen US-Dollar im Jahr 2020.

Der Bericht unterteilt den Markt in Hardware- und Softwarekomponenten und schlüsselt ihn weiter nach biometrischen Modalitäten und geografischen Regionen auf.

Der Marktbericht kommt inmitten einer Flut von Aktivitäten in diesem Bereich.

Gentex schließt die Entwicklung eines Rückspiegels mit Iriserkennung ab

Gentex hat ein biometrisches Irissystem für Rückspiegel entwickelt, mit dem Fahrerprofile aktiviert werden können, einschließlich Fahrzeugpersonalisierungseinstellungen und möglicher Einschränkungen, z. B. für jugendliche Fahrer.

Der biometrische Rückspiegel ist auch als mögliches Zentralsystem für die heute im ganzen Auto verteilten digitalen Systeme vorgesehen. Ein persönlicher Assistent könnte vom Armaturenbrett aus gesteuert werden, während das Fahrerprofil in einen Schlüsselanhänger und ein Garagentoröffner in eine Sonnenblende eingebettet sein könnte, berichtet Autoblog.

Gentex ging 2018 eine Partnerschaft mit Fingerprint Cards ein, um die Iris-Biometrie für Autos zu entwickeln.

Der Rückspiegel ist mit einem integrierten Mautbezahlsystem ausgestattet, das 2018 bei Audi eingeführt wurde, und könnte zur Authentifizierung auch mit den biometrischen Daten des Fahrers verbunden werden.

Smarter AI hat sich unterdessen mit Edgetensor, Jungo Connectivity und PathPartner Technology Driver Monitoring Systems (DMS) zusammengeschlossen, um die wachsende Nachfrage nach KI-gestützter Fahrerüberwachung zu befriedigen.

Das Unternehmen möchte die Erkennung von abgelenkten Fahrern in seine Kameras integrieren, um die Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen.

Konzeptfahrzeuge bis zur Produktionseinführung

Das Konzeptauto Vision AVTR von Mercedes-Benz startet, wenn der Fahrer eine biometrische Authentifizierung durchführt, indem er seine Hand auf die Mittelkonsole legt, um Atmung und Herzschlag zu erkennen, schreibt TechSpot.

Auf der IAA Mobilität 2021 in München zeigte das Unternehmen auch eine Funktion, die auf die Gedanken des Fahrers reagiert, und zwar über die Elektroden eines am Kopf getragenen BCI-Geräts. Der Fahrer blickt auf eine bestimmte Leuchte auf dem Armaturenbrett, um eine Aktion auszulösen.

Das Elektrofahrzeug-Startup Faraday Future hat kurz vor seinem Börsengang im Juli eine Investition von 25 Millionen Dollar von Palantir erhalten, wie aus einem SEC-Dokument hervorgeht, das kürzlich von The Verge veröffentlicht wurde.

Faraday Future unterzeichnete auch einen Vertrag über die Nutzung von Palantir-Software, und obwohl das Unternehmen keine Pläne für den Software-Deal oder die Investition bekannt gab, wird erwartet, dass sein FF 91-Fahrzeug, das im Juli 2022 in Produktion gehen soll, mit Kameras ausgestattet sein wird, die in der Lage sind, Gesichtserkennung für jeden Sitz durchzuführen.

Baidu hat auf seiner Jahresveranstaltung im August seine Vision für die Mobilität der Zukunft vorgestellt, zu der auch Robo-Autos“ mit Sprach- und Gesichtserkennung für die Personalisierung gehören, wie AftermarketNews berichtet.

Die Vision umfasst auch viele andere Funktionen der künstlichen Intelligenz, die sowohl autonomes Fahren als auch persönliche Assistenten und andere Funktionen unterstützen.

Das ActiveGlide-System für freihändiges Fahren auf der Autobahn, das im Lincoln Navigator 2022 zum Einsatz kommt, nutzt biometrische Gesichtserkennung, um sicherzustellen, dass der Fahrer sich auf die Straße konzentriert, wie Yahoo News berichtet, ähnlich wie die BlueCruise-Funktion von Ford funktioniert.

Toyota baut einen Fingerabdrucksensor in den Zündschlüssel ein, um die Zahl der Autodiebstähle zu verringern, berichtet die Japan Times.

Die Funktion wird voraussichtlich im Land Cruiser der 300er-Serie im Jahr 2022 angeboten werden, der in den USA nicht auf den Markt kommen wird. Es wird jedoch erwartet, dass sie in Zukunft auch in anderen Toyota- oder Lexus-Fahrzeugen eingesetzt wird.

Der Genesis GV70 von 2022 verfügt ebenfalls über einen biometrischen Fingerabdrucksensor, der in das Armaturenbrett über dem Zündknopf eingebaut ist, schreibt The Drive.

Ein Genesis-Vertreter sagte gegenüber The Drive, dass Zahlungen im Auto auf dem koreanischen Markt bereits mit biometrischen Merkmalen authentifiziert werden, etwa beim Tanken und Parken. Der Fahrer muss auch sein Telefon dabei haben, um das Auto zu starten, was der Rezensent von The Drive für überflüssig hält.